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Neunundachtzigſtes Kapitel.
Fuentes d'Onoro.
Seit dieſer Zeit ſetzten die Franzoſen ihren Rück⸗ zug unabläßig fort, von den verbündeten Armeen auf dem Fuße gefolgt, und am 5. April überſchritt Maſſena die ſpaniſche Grenze wieder, nachdem er dreißigtauſend Mann ſeiner beſten Truppen und zwar vierzehntauſend Todte und ſechzehntauſend Gefangene verloren hatte. In⸗ zwiſchen rückten bald Verſtärkungen an; zwei Diviſionen vom gten Corps waren bereits eingetroffen und Drouet ſchickte ſich an, ihm mit elftauſend Mann Cavallerie und Infanterie zu Hülfe zu ziehen. So verſtärkt rückte Maſſena wieder gegen die portugieſiſche Grenze, Welling⸗ ton aber, der mit ſeiner Blokade von Ciudat Rodrigo nicht zu viel wagen wollte, zog ſich nach der großen Hochebene zwiſchen dem Turones und dem Dos Caſas zurück, ſo daß er mit ſeinem linken Flügel am Fort Conception, mit dem rechten bei Fuentes d'⸗Onoro ſtand, wo ſeine Stellung ſich mehr als eine Stunde weit aus⸗ dehnte. Obſchon weit ſchwächer an Zahl, ſo beſchloß er doch, im Vertrauen auf die Tapferkeit ſeiner Trup⸗ pen und das moraliſche Uebergewicht, welches ihnen die längere Verfolgung gegeben hatte, hier endlich eine Schlacht zu liefern.
Da ich mit Depeſchen an Packs Brigade, die vor Almeida lag, abgeſandt war, ſo erreichte ich Fuentes d'Onoro erſt am Abend des 3. Der Kanonendonner, den ich ſchon in der Ferne hörte, verkündete mir, daß ein Angriff ſtattgefunden habe, inzwiſchen war ich doch keineswegs auf die Szene bereit, die meiner bei der Ankunft wartete. Das Dorf Fuentes d'Onoro, eines der ſchönſten in Spa⸗ nien, liegt in einem lieblichen Thale, wo alle Herrlich⸗ keiten der reichen Vegetation der Halbinſel mit ver⸗ ſchwenderiſcher Fülle ausgetheilt waren. Citronen⸗ und Erdbeerbäume, die hier wild wachſen, ſtanden vor jedem


