Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1846)
Entstehung
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„Die Sache verhielt ſich ſo,“ begann O'Shaughneſſy. „Mein Vater, der aus guten Gruͤnden in die Regiſter der Kings⸗Bench eingetragen war, verbrachte einen gro⸗ ßen Theil ſeines Lebens in demjenigen Theile Irlands, der nach geographiſcher Beſtimmung weſtlich vom Geſetze liegt, war aber einſt durch gewiſſe Familiengründe ge⸗ nöthigt, nach Dublin zu kommen. Dies that er natür⸗ lich mit der gehörigen Vorſicht; zwei getreue Diener bildeten einen Vortrab und durchſtreiften das Land wenig⸗ ſtens fünf Meilen voraus; nach ihnen kam ein Corps Plänkler, die in Berückſichtigung, daß ſie nie einen Zins bezahlten, nöthigenfalls die ganze königliche Kanzlei ge⸗ ſtürmt haben würden. Mein Vater ſelbſt in einer alten, gleich einer Feſtung verproviantirten Kutſche bildete den Nachtrab, und wie geſagt, es hätte eine mehr als gewöhn⸗ liche Keckheit dazu gehört, ihn angreifen zu wollen. Beim Einrücken in Feindesland hielt ſich die Kolonne dichter zuſammen, die Patrouille und das Piket zogen ſich auf das Hauptcorps zurück, und auf dieſe Art erreichten ſie die höchſt intereſſante Stadt genannt Kilbeggan. Welch Glück iſt es für uns in Irland, daß wir ſo viel von der Welt ſehen können, ohne Reiſen ins Ausland zu machen, und daß Jedermann für ſechs oder acht Pence Dublin am Morgen verlaſſen und zur Eſſenszeit in Timbuktu ſeyn kann! Starrt mich nicht ſo an; es iſt die reine Wahrheit, was ich ſage, denn in Beziehung auf Schmutz, Rauch, Elend, ungenirtes Betragen und ſchwarze Geſichter kann es Kilbeggan mit ganz Afrika aufnehmen. Es ſind angenehme, heitere Leute, mit einer Haut, die ebenſo rauh und ſchmierig iſt, wie ihre Kar⸗ toffeln. Doch zurück zur Sache: die Sonne erhob ſich juſt an einem köſtlichen Junimorgen, als mein Vater, den ſeine loyale Antipathie auch zum Frühaufſtehen veranlaßte, ſich auf den Weg begab. Eine ſtarke Eskorte ſtand wie gewöhnlich unter den Waffen, um ihn ſicher in der Kutſche zu ſehen, denn ſein Ein⸗ und Ausſteigen bildete