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tagtäglich den kritiſchſten Augenblick in meines Vaters Leben.
„Es iſt alles in Ordnung, Ew. Gnaden, ſagte ſein Bedienter mit einer großen Büchſe bewaffnet, indem er die Schlafzimmerthür öffnete.
„Noch Zeit genug, Tim,“ antwortete mein Vater, „ſchließ die Thür, denn ich bin mit meinem Frühſtück noch nicht zu Ende.“
„Der eigentliche Grund war, daß meines Vaters Aufmerkſamkeit in dieſem Augenblick durch eine Scene abgelenkt wurde, die auf einem Feld unter ſeinem Fenſter ſtattfand.“
„Einige Minuten zuvor hatte nämlich ein Mieth⸗ wagen auf der Straße angehalten, und herausſprangen drei Gentlemen, die mit einander vorwärts ins Feld gingen, um einen Augenſchein einzunehmen oder ein Duell abzumachen; mein Vater konnte es nicht errathen. Inzwiſchen klärte ſich die Sache bald auf. Einer von den Dreien ſchritt langſam und behaglich nach einem entfernten Plätzchen, ein anderer ſtellte ſich ihm gegen⸗ über, während der Dritte, ein kleiner, unterſetzter Gentle⸗ man mit rothem Halstuch und einer Weſte von Kanin⸗ chenfellen ein Mahagonikäſtchen öffnete, worin die kriti⸗ ſchen Augen meines Vaters bald Inſtrumente für Blut⸗ vergießen und Mord entdeckten.
„Ein Duell, bei Gott,“ ſagte mein Vater, ſich die Hände reibend,„welch einen himmliſchen Morgen die Schurken haben! kein Lüftchen regt ſich und der Boden iſt ſo eben wie ein Billard.“
„Mittlerweile entwickelte der kleine Mann, der, wie es ſchien, beiden Parteien ſecundirte, eine Thätigkeit, die man von ſeiner Korpulenz nicht hätte erwarten ſollen, beſichtigte die Piſtolen, unterſuchte die Steine und ſtampfte die Ladung feſt, ſo daß er in einen tüchtigen Schweiß gerieth, ehe er die Schritte abmeſſen konnte.
„„Kurze Diſtanz und auf Leben und Tod,““ rief einer der Kämpfer. 34


