Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1846)
Entstehung
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mich kalt und feſt, ſeine Lippe zuckte, aber juſt als ich den letzten Augenblick meines Lebens gekommen glaubte, ſchien der ſchwere Tritt eines auf dem felſigen Wege einhergaloppirenden Pferdes ſeine Aufmerkſamkeit zu feſſeln. Seine Figur zitterte, ſeine Hand ſchwankte, die Piſtole kam zu hoch und die Kugel flog über meinem Kopfe weg.

„Sie ſind Zeuge, daß ich in die Luft gefeuert habe,“ ſagte Trevyllian, während große Schweißtropfen von ſeiner Stirne fielen und ſeine Geſichtszüge wie in einem qualvollen Kampfe arbeiteten.

„Sie habens geſehen, Sir, und Sie, Beaufort, mein Freund— auch Sie— ſprechen Sie doch! Warum wollen Sie nicht ſprechen,“

„Seyen Sie ruhig, Trevyllian; ums Himmelswillen beruhigen Sie ſich. Was iſt Ihnen?“

„Die Sache iſt alſo abgemacht,“ ſagte Baker, und zwar ſehr glücklich. Hoffentlich ſind Sie nicht ſchwer verwundet.“

Während er ſprach, wurden Trevyllians Züge todes⸗ bleich, ſein halb offener Mund zitterte; ſeine Augen wurden ſtarr, ſeine Arme ſanken ſchwer herab, und mit einem leiſen Aechzen ſtürzte er ohnmächtig zu Boden.

Als wir uns über ihn beugten, bemerkte ich, daß noch eine andere Perſon zu uns gekommen war. Es war ein unterſetzter Mann von ungefähr vierzig Jahren; er ſah entſchloſſen aus, hatte ſchwarze Augen und eine Adlernaſe. Bevor ich Zeit hatte zu rathen, wer er wohl ſeyn möchte, hörte ich, wie O'Shaughneſſy ihn als Oberſt Conyers begrüßte.

„Er ſtirbt!“ ſagte Beaufort, fortwährend über ſeinen Freund hingebeugt, deſſen kalte Hand er noch immer in der ſeinen hielt.„Armer, armer Trevillian.“

„Er hat in die Luft gefeuert,“ ſagte Baker als Antwort auf eine Frage des Oberſten. Was dieſer antwortete, hörte ich nicht, aber Baker verſetzte darauf— „Ja, ich weiß es gewiß, wir haben's alle geſehen.“