Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1846)
Entstehung
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Sein aufgeſchlitztes Wams und ſeine Pluderhoſen erin⸗ nerten an eine ritterliche Periode; ſeine plumpe, faſt unförmliche Figur ſchwankte von einer Seite zur andern und drohte mit jedem Augenblick vom Sattel zu fallen. Links und rechts gingen zwei prachtvoll gekleidete Ge⸗ ſtalten, denen das Geſchäft obzuliegen ſchien, den General in ſeinem Sitze zu erhalten. Unmittelbar nach ihm ritt eine gänzlich verſchiedene Figur auf einem zierlich ge⸗ bauten Vollblutpferde, deſſen eingeſunkene Weichen von einem langen, mühſamen Marſch zeugten: es war Sir Arthur Wellesley ſelbſt. Ein blauer Rock und blaue Beinkleider machten ſein anſpruchsloſes Koſtüm aus, aber der Adlerblick, den er nach allen Seiten hin warf, die lebhafte Bewegung ſeiner Hand, wenn er da und dort hin unter die dichten Bataillone deutete, Alles verkün⸗ dete den echten Krieger. Hinter ihm kam ein glänzen⸗ der Stab, funkelnd von Ketten, Orden und goldnem Pferdeſchmuck, und ich erkannte jetzt mehrere Geſichter, die mir wohl im Gedächtniß geblieben waren, unter andern unſern tapfern Anführer am Duero, Sir Char⸗ les Stewart.

Als ſie an dem Platz vorbeikamen, wo ich ſtand, flackerte plötzlich hinter mir die Fackel eines Infanteriſten hoch auf und warf einen ſtarken Blitzesſchein über die Gruppe. Cueſtas Pferd ſcheute und ſchlug einen Augen⸗ blick dermaßen vorn und hinten aus, daß der arme Greis ſich kaum auf ſeinem Sitze behaupten konnte. Ein Lächeln zuckte in dieſem Augenblick über Sir Arthurs Geſicht, aber in der nächſten Sekunde war daſſelbe wieder ernſt und ſtreng.

Eine elende, halbverfallene, ſtrohbedachte Hütte bildete das Hauptquartier der ſpaniſchen Armee, und dahin lenkte jetzt der Stab ſeine Schritte. Für den Oberbefehlshaber und die Offiziere ſeines Gefolges war hier ein Abendeſſen bereit gehalten. Obſchon ich nicht zu dieſer privilegirten Geſellſchaft gehörte, ſo verweilte

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