Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1846)
Entstehung
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nichten, und im nächſten Augenblicke ſtrahlte mir das amüſante Geſicht des alten Monſoon beim Schein einer Kienfackel entgegen, die er in der Hand hielt.

Sind ſie gefangen? haben ſie ſich ergeben? fragte er näher herantretend.Das iſt gut für ſie; wir hät⸗ ten ſie ſonſt kurz und klein zerhauen. Nun aber ſollen ſie gut behandelt und, wenn ſie lieber wollen, auch ausgelöst werden.

Gracios excellenze! rief ich mit verſtellter Stimme.

Geben Sie ihren Degen ab, ſagte der Major in leiſerem Tone. Sie haben ſich tapfer bewieſen, allein Sie fochten gegen Unüberwindliche. Gott ſegne ſie, das ſind die haſenherzigſten Unüberwindlichen, die ich je ge⸗ ſehen habe.

Ich brach beinahe in ein lautes Gelächter aus.

Es war ſehr zweifelhaft, wer zuerſt davon laufen wollte, murmelte der Major, als er ſich umwandte um einem Adjutanten einige Befehle zu ertheilen.Fragen Si⸗ die Leute, wer ſie ſind, fügte er auf Spaniſch hinzu.

Inzwiſchen war ich nahe zu ihm herangeritten, hielt meinen Mund dicht an ſein Ohr und rief:

Monſoon, alter Kerl, was macht des Königs von Spanien Xeres?

Ha! wie! was! ſo wahr ich lebe, es iſt ſo Charley, mein Junge, alſo Sie ſind's? Nun, bei Gott, das iſt ſchön, und wir waren ſchon nahe daran Ihnen den Tod zu geben. Mein guter Junge, wie kommen Sie hieher.

Mit wenigen Worten ſetzte ich ihm den Zweck mei⸗ nes Hierſeyns auseinander, und es gereichte ihm zur un⸗ endlichen Beruhigung, als er vernahm, daß er nicht den Generalſtab, oder wohl gar den Oberbefehlshaber ſelbſt angegriffen habe.

So wahr ich lebe, Sie haben mich ſehr erſchreckt,