Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1846)
Entstehung
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Um meine Aufgabe recht gut durchzuführen, rannte ich ſo ſchnell ich konnte, aber denken Sie ſich meine Ueber⸗ raſchung, als ich nirgends einen von meinen Kameraden entdeckte. Ich eilte den einen Weg hinab, den andern hinauf, ſchwenkte mich ſodann in einen dritten, aber da war Alles ſtill und ſchweigſam; kein Ton, kein Athem⸗ zug ließ ſich vernehmen. Nur ein einziger Theil des Gartens war noch undurchſucht; es war ein kleiner offe⸗ ner Raum vor einem Teiche, welcher die Goldfiſche ent⸗ hielt, die der Kaiſer ſo ſehr liebte; dorthin lenkte ich meine Schritte und war noch nicht weit gekommen, als ich endlich im blaſſen Mondlicht einen meiner Kamera⸗ den entdeckte, der mit geſenktem Haupt und gebogener Schulter ruhig meine Ankuntt erwartete. Ich wollte ihn meine lange Tänuſchung büßen laſſen und ſchlich mich daher leiſe auf den Zehen ganz nahe zu ihm her, nahm dann einen furchtbaren Anlauf und ſprang ihm dann auf den Rücken. In dem Augenblick, als ich über ihn wegſetzten wollte, hob er den Kopf empor, taumelte durch den Sprung aus dem Gleichgewicht gebracht, ein wenig vorwärts und ſtürzte dann, nach einem fruchtloſen Verſuch, ſich auf den Beinen zu halten, der Länge nach auf die Naſe. Unter lautem Gelächter fiel ich über ihn her und wollte ihm eben helfen, als er plötzlich auf die Beine ſprang und Entſetzen über Entſetzen es war Napoleon ſelbſt. Seine gewöhnlich blaſſen Züge waren purpurroth vor Wuth, aber kein Wort, keine Sylbe kam über feine Lippen.

Wer biſt Du? ſagte er endlich.

St. Croix, Sire, antwortete ich, wie vom Donner gerührt und auf die Kniee ſtürzend.

St. Croix, und immer St. Croix, tief er mit wuthentbrannter Stimme,tritt hier heran!

Ich ſtand auf, aber bevor ich noch einen Schritt thun konnte, ſprang er auf mich zu, riß mir meine Epauletten herab, zerſtampfte ſie mit den Füßen und