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ſaßen, und über die verſchiedenen loſen Streiche ſchwatz⸗ ten, denen wir unſere Verbannung zu verdanken hatten, machte einer den Vorſchlag, zum Zeitvertreib in den kleinen Blumengarten zu gehen, der von dem übrigen getrennt und nur allein für den Kaiſer beſtimmt war. Die Stunde, wo er gewöhnlich kam, war bereits vor⸗ über und im Fall er auch wirklich erſchien, ſo hatten wir immer noch Zeit genug, um uns zu entfernen. Wir hatten freilich den Garten ſchon oft geſehen, aber in der Thatſache, daß wir durch nnſern jetzigen Be⸗ ſuch ein Geſetz übertraten, lag ein ſolcher Reiz für uns, daß wir ohne Weiteres ſogleich aufbrachen. Laͤnger als eine Stunde ſchlenderten wir in den einſamen, ver⸗ laſſenen Gängen umher, wo des Kaiſers Fuß bereits einen eigenen Weg getreten hatte, und ſchon wollten wir in der Langeweile wieder umkehren, als einer gerade der Heiligkeit des Ortes zum Trotze, den Vorſchlag machte, Hockeſel zu ſpielen. Die Idee gefiel uns und wurde alsbald angenommen. Der Plan war der: Jeder ſollte ſich in einen Nebenweg oder in eine Allee ſtellen und warten, bis der andere an dem die Reihe war, kam und über ihn wegſprang, ſo daß nicht blos Gewandtheit, ſondern auch Lokalkenntniß dazu erforderlich war; denn wer einen überging, mußte eine Strafe bezahlen. Unſer Spiel begann und ich zweifle in der That, ob je dieſe grünen Alleen und ſchattigen Haine ein ſolch herzliches Ge⸗ lächter gehört haben, wie damals. Hier purzelte ein Paar in’s Gras, dort ſah man einen unglückſeligen Wicht ſein Taſchengeld herzählen, um die Strafe zu erlegen. Stunde um Stunde verſtrich unbemerkt, der Mond ging auf und endlich kam die Reihe an mich, die Runde durch den Garten zu machen. Da ich dafür galt, alle Verſchlingungen deſſelben beſſer zu kennen, als die an⸗ dern, ſo wurde ihnen eine längere Zeit geſtattet, um ſich zu verſtecken; endlich erſcholl das Commandowort und ich brach auf. 16*


