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ſeinen Augen ſich zu entzünden ſcheint. Ich kann ihn jetzt vor mir ſehen, und obſchon meine gegenwärtigen Lage, aufrichtig geſtanden, nicht ſehr angenehm iſt, ſo möchte ich ſie doch wahrlich nicht gegen den Augenblick vertauſchen, da ich zum letztenmale vor ihm ſtand. Nooch vor zwei Monaten trug ich das fröhliche Hell⸗ blau und Silber eines kaiſerlichen Pagen und führte unter Bällen, Bonbons, Liebeleien, Plaudereien und Cham⸗ pagner ein ſehr luſtiges, ſorgloſes und müßiges Leben. Da fiel ich— den Grund will ich Ihnen ein ander⸗ mal erzählen, wenn wir wieder zuſammenkommen— auf einmal in Ungnade, wurde aus den Tutllerien ent⸗ fernt und auf einige Wochen nach Saint⸗Cloud ver⸗ wieſen. Sibirien kann für einen Ruſſen keine härtere Strafe ſeyn, als dieſe Verbannung für mich war. Da gab es keinen Hof, kein Lever, keine Parade, keinen Ball, keine Oper. Nur eine kleine auserleſene Diener⸗ ſchaft des Kaiſers hielt da ruhig Haus. Die düſtern Mauern tönten von keiner Muſik wieder; die dunkeln Alleen des trübſeligen Gartens waren die perſonificirte Einſamkeit und Oede. Nichts unterbrach die unaus⸗ ſtehliche Eintönigkeit des Tages, außer wenn gelegentlich bei Sonnenuntergang die Ablöſung hörbar wurde, wenn die Wache das Gewehr präͤſentirte und ein ſchwe⸗ rer Wagen in den düſtern Hofraum rollte. In einem kleinen Zimmer des zweiten Stocks brannte bis gegen vier, manchmal auch fünf Uhr Morgens eine Lampe glänzend wie ein Stern. Daſſelbe Geräuſch der Wachen und daſſelbe dumpfe Gerolle des Wagens pflegte die Stille des frühen Morgens zu unterbrechen, und der Kaiſer— denn er war es— fuhr nach Paris zurück.. Wir ſahen ihn nie, ich ſage wir, denn es waren noch ein halb Dutzend in gleicher Verdammniß wie ich und mußten ihre Thorheiten in freudenloſer Lange⸗ weile büßen.. An einem ruhigen Aprilabend, als wir beiſammen


