Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1846)
Entstehung
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Schlummer denken konnte, ſondern in träumeriſche Nach⸗ denklichkeit verſank. Meine Stellung hatte einen ge⸗ wiſſen, abenteuerlichen Charakter, der mich ungemein erfreute. Meine Leute lagen in kleinen Gruppen um die Feuer umher, die einen ſchlummernd, andere ſtille rau⸗ chend oder leiſe von Abenteuern in der Schlacht oder im Bivouak ſchwatzend; die Pferde ſtanden da und dort zerſtreut; die ſchweren Rüſtungsſtücke und die aufge⸗ häuften Karabiner flimmerten im rothen Glaſt der Wachtfeuer, welche von Zeit zu Zeit eine flüchtige Glut auf die ſtrengen, gebräunten Geſichter meiner kecken Reiter warfen. An den Bäumen umher hiengen Säbel und Helme, Piſtolenhalfter und Bandeliere, wie die Rüſtungen in einem antiken Waffenſaale, und das dunkle Laub bedeckte uns mit ſeinen Schatten. Weiterhin, auf einem kleinen Felſenriff, ſtand die hochaufgerichtete Figur der Schildwache, die, den kurzen Karabiner im Arme, mit gemeſſenen Schritten auf⸗ und abging, oder einen Augenblick ſtille daſtand und zu dem ruhigen, ſchönen Himmel emporblickte, während ſeine Gedanken ohne Zweifel in weiter Ferne jenſeits der See bei einer be⸗ ſcheidenen, von Ahornbäumen beſchatteten Hütte weilten, worin das fröhliche Lachen ſeiner Kinder das kühne Herz des Kriegers erregte! Es war eine Scene à la Salvator Roſa und erinnerte mich an die Räubergeſchichte, die ich als Knabe geleſen hatte. Beim ungewiſſen Schein des Holzfeuers ſuchte ich die Gruppe vor mir abzu⸗ zeichnen.

Die Nacht brach herein Meine Soldaten ſtreckten ſich einer nach dem andern zum Schlafen hin und Alles wurde ſtill. Mit der Zeit überkam auch mich eine An⸗ wandlung von Schlummer; ich legte meine Piſtolen dicht neben mich, warf einige friſche Scheite in's Feuer und machte mir's ſo bequem als möglich.

Während des halbträumeriſchen Zuſtandes zwiſchen Wachen und Schlaf zog ein Raſcheln in den Zweigen hinter mir meine Aufmerkſamkeit an. Die Luft war zu