Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1846)
Entstehung
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mit dem Kapitän, ſo wie die Art, wie die Sache ab:

gemacht wurde, zu erfahren.

Mit ſolchen Gedanken beſchäftigt, eilte ich raſch weiter. Auch meine Leute waren voll Eifer und hatten gute Pferde, ſo daß wir noch vor Abend einen Weg von zwoͤlf Stunden zurücklegten. Die Gegend, durch welche wir zogen, war, obſchon ihrem Eharakter nach wild und romantiſch, zugleich merkwürdig reich und fruchtbar. Die Kultur erſtreckte ſich bis auf die Gipfel der rauhen Berge, und Weizen oder Maisfelder ſchauten zwiſchen den Maſſen von Granitfelſen und dicht⸗ verwachſenem Buſchwerke hervor; der Weinſtock und der Oelbaum wuchſen allenthalben wild, während die Orange und der Erdbeerbaum, welche die Luft mit Wohlgerüchen erfüllten, mitten zwiſchen wilden Birnbäumen und ma⸗ nigfaltigen Stechpalmen ſtanden. Wir folgten keinem regelmäßigen Weg, ſondern trabten über Hügel und Thal, durch Wald und Wieſen; bald in einer langen Linie durch ein hohes, wogendes Kornfeld, bald in dichter Maſſe über offene Ebenen, während unſer portu⸗ gieſiſcher Führer auf einem rabenſchwarzen Maulthier ein wenig voranritt und luſtig ſeine galliziſchen Melo⸗ dien trillerte.

Mit Sonnenuntergang kamen wir an einen kleinen Strom, der in einem felſigen Bette dahinrauſchend einen großen Wald von hohen Korkbäumen begrenzte. Hier machten wir Halt, banden unſere Pferde an und trafen Anſtalten zu einem Bivouak.

Es war eine wunderliebliche Nacht; die Wachtfeuer verbreiteten köſtliche Düfte durch die wohlriechenden Sträuche, die verbrannt wurden; das kryſtallhelle Waſſer ſpiegelte auf ſeiner ſtillen Oberfläche den ſternenvollen Himmel zurück, der ſich unbeſchattet und wolkenlos über uns ausdehnte. Ich hüllte mich in meinen Reitermantel und legte mich unter einen Baum, aber nicht, um zu ſchlafen. Die ganze Umgebung hatte etwas ſo Aufre⸗

gendes und dabei ſo Beruhigendes, daß ich an keinen