Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1846)
Entstehung
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käme, meine Abweſenheit zu entſchuldigen, und ſchwang mich dann in den Sattel. Als ich auf die Ebene kam, trieb ich mein Pferd mit der ganzen Ungeduld, die in meinem Innern glühte, vorwärts. Ohne Etwas zu hören oder zu ſehen, ſprengte ich an den Linien hinab gegen Oporto hin, als plötzlich der Klang von Reiterwaffen hinter mir mich veranlaßte den Kopf zu drehen, und ich eine Dragonerordonnanz in vollem Galopp erblickte. Ich hielt an, bis der Soldat in meine Nähe kam.

„Herr Lieutenant O'Malley,“ ſagte er ſalutirend, „hier ſind Depeſchen für Sie.“

Ich nahm ſie raſch in Empfang und wollte eben meinen Ritt fortſetzen, als die Haltung des Dragoners meine Aufmerkſamkeit feſſelte. Er hatte ſein Pferd an den Rand der ſchmalen Straße gelenkt, hielt es da ſtill und unbeweglich feſt und ſaß regungslos wie eine Bild⸗ ſäule da. Ich blickte mich um und ſah den ganzen Stab in ſcharfem Trab herankommen. Ehe ich zu meinen Ge⸗ danken gelangen konnte, waren ſie neben mir.

„Ah, O'Malley,“ rief Merivale,„Sie haben jetzt Ihre Ordres: warten Sie nicht länger, Se. Exeellenz wird ſogleich hier ſeyn.“

„Tummeln Sie ſich, wenn ich rathen darf,“ be⸗ merkte ein Anderer,„oder es könnte Ihnen übel er⸗ gehen, wie ſchon einigen von uns dieſen Morgen.“

„Es iſt Alles in Ordnung, Charley, Sie können ruhig abreiſen,“ flüſterte eine Stimme und Power galop⸗ pirte an mir vorbei.

Dieſe wenigen Worte waren Alles, was ich ver⸗ langte; mein Herz hüpfte wie ein Reh, meine Wange glühte vor Entzücken, ich drückte meinem wackern Schim⸗ mel die Sporen ein und ſauste über die Ebene dahin.

Als ich in meinem Quartier ankam, wartete meine Mannſchaft bereits und war auf drei Tage mit Vor⸗ räthen verſehen; auch Mickey war marſchfertig und ſo wurde ich durch Nichts mehr aufgehalten.