„Sie irren ſich,“ verſetzte er, da ich dieſe Worte mit dem moglichſt beleidigenden Blicke begleitete;„Sie irren ſich. Ich habe einen feierlichen Eid geſchworen nie wieder eine Forderung ergehen zu laſſen.“
Der Nachdruck, den er auf die letzten Worte legte, erklärte mir ſeine Abſicht deutlich genug, und ich ſagte daher:—
„Aber Sie werden eine ſolche nicht ablehnen—
„Ganz gewiß nicht!“ rief er ſchnell, indem er ſich mit funkelndem Auge zu ſeiner ganzen Höhe emporichtete. „Ihr Freund iſt—“
„Kapitän Power; und der Ihrige—“
„Sir Harry Beaufort. Ich erlaube mir nur noch zu bemerken, daß die Sache keinen Verſchub leidet, da die Truppen Marſchordre haben.“
„Von meiner Seite ſoll keiner eintreten.“
„Von der meinigen auch nicht,“ verſetzte er, indem er mit einer tiefen Verbeugung und einem Blick unaus⸗ ſprechlichen Triumphes in ſeinen Sattel ſprang;„auf Wiederſehen alſo, Mr. O'Malley,“ fuhr er, die Zügel zurechtlegend, fort:„Beaufort iſt im Stab und in Oporto einquartiert.“ Mit dieſen Worten galoppirte er behaglich den Hügel hinab, und ich war von Neuem allein.
Neunundvierzigſtes Kapitel. Die Marſchordre.
Ich war eben beſchäftigt meine Piſtolen— des guten Conſidine Abſchiedsgeſchenk— zu unterſuchen, als ein Sergeant ſchnell heranritt und mir folgende Ordre ein⸗ händigte:—
„Lieutenant O'Malley wird ſich Angeſichts dieſes bereit halten eines beſondern Dienſtes wegen zu erſchei⸗ nen. Auf Befehl Sr. Excellenz des Generaliſſimus.
Unt, Gordon, Kriegsſekretär.“


