Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1846)
Entstehung
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„Was mag dies bedeuten?“ dachte ich.„Mein be⸗ abſichtigtes Duell kann doch wohl nicht ſchon ruchbar geworden und die Strafe dafür in Bereitſchaft gehal⸗ ten ſeyn.“

Raſch trat ich vor die Thüre der kleinen Hütte, die mir als Quartier diente. Unter mir in der Ebene wurden mit der größten Thätigkeit die Vorbereitungen betrieben; die Infanterie hatte ſich in Marſchordnung aufgeſtellt; die Bagagewägen und die Artillerie ſchienen gleichfalls gerüſtet, und einige Schwadronen Cavallerie harrten mit Fourage hinter dem Sattel, nur noch auf das Kommandowort um aufzubrechen. Ich ſtrengte meine Augen an ob Kraft nicht komme, aber kein Reiter zeigte ſich in dieſer Richtung. Lange ſchwankte ich, ob ich ihn nicht lieber aufſuchen, als länger in dieſer peinlichen Spannung bleiben ſolle; aber wenn ich ihn verfehlte? und ich hatte mich verpflichtet ſeine Rückkehr abzuwarten.

Während ich ſo mit mir ſelbſt zu Rathe ging und die verſchiedenen Für und Wider abwog, ſah ich zwei Offiziere in ſcharfem Trab auf mich herankommen. Den einen erkannte ich als meinen Oberſten, der andere ge⸗ hörte zum Stab.

In der Vorausſetzung, ihr Erſcheinen ſtehe mit der Ordre in Verbindung, die ich ſo eben empfangen und inzwiſchen beinah wieder vergeſſen hatte, ging ich ſchnell in mein Quartier zurück und rief Mickey herbei.

„Wie ſteht es mit dem Pferde, Mickey?“ fragte ich.

„Beſſer als je. Badgar hatte nur einen leichten Streifſchuß am Hals bekommen, der ihn heute nicht mehr beläſtigt; der Rappe aber iſt munter und macht Sprünge wie ein Füllen.“

„Packe ſogleich, füttere die Pferde und halte Dich jeden Augenblick zum Aufbruch bereit.“

„Ein guter Befehl, O'Malley,“ ſagte der Oberſt, welcher die letzten Worte noch hörte.„Ich hoffe, die Thiere ſind im Stand.“

„Ja, Sir; ich glaube wenigſtens,“