Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1846)
Entstehung
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„Ach ja, das iſt rührend, das liebe ich,“ lispelte ein junger Fähndrich.

„Wenn ich ein Wörtchen mitzuſprechen habe,“ grunzte der Mafor,„ſo ſtimme ich für die weſtindiſchen Quartiere.“

„Ja, ja, die weſtindiſchen Quartiere ſoll er ſingen. Eingeſchenkt und nun ſoll er beginnen.“

„Kaum hatte ich mein Glas geleert und mich zum Singen geräuſpert, als die Uhr auf dem Kamin halb zehn ſchlug, und im ſelben Augenblick fühlte ich eine ſchwere Hand auf meiner Schulter; ich wandte mich um und erblickte meinen Bedienten Tim. Es war dies, wie ich bereits erwähnt habe, die Stunde, um welche mich Tim nach Hauſe zu tragen pflegte, und obſchon wir eine Stunde ſpäter geſpeist hatten, ſo nahm er doch nicht die mindeſte Notiz davon, ſondern ſtellte ſich ſeiner Ge⸗ wohnheit getreu hinter meinem Stuhl auf. Ein flüch⸗ tiger Blick auf meinen Spiritus familiaris bewies mir, daß wir die Rollen ein wenig gewechſelt hatten, denn Tim, der ſonſt der nüchternſte Menſch von der Welt war, hatte ſich diesmal en Schwein beſoffen, während ich eine volle Stunde vor Vollendung der Mahlzeit noch ungewöhnlich nüchtern war.

„Was willſt Du, Burſche?“ fragte ich in etwas ſtrengem Tone.

„Heimkommen?“ antwortete Tim mit einem Schluch⸗ zer, worüber die ganze Tafel auflachte.

„Entferne Dich auf der Stelle,“ rief ich, erzürnt über ſeinen groben Ton,„marſch, ſag ich, oder ich werfe Dich zur Thür hinaus.“ Letzteres war, in Pa⸗ rentheſe geſagt, eine kleine Prahlerei, denn Tim war ſechs Fuß drei Zoll hoch, dabei verhältnißmäßig ſtark und namentlich im Rauſch, furchtlos wie ein Tiger.

„Sie mich zur Thüre hinauswerfen? Sie? Sie? Ei, ſo probirs der gnädige Herr einmal, dann wollen wir ſchon ſehen!“ Hier brach ein neues ſchallendes Ge⸗ lächter aus, während Tim abermals ſeine ungeheure Tatze auf meine Schulter legte und fortfuhr: ‚Sitzen