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Sie doch nicht da wie ein Klotz und betrinken Sie ſich nicht ſo kanaillös, wenn Sie ſchon genug geladen haben; Sie ſehen ja, daß Sie fürchterlich beſoffen ſind.⸗ „Wüthend ſprang ich jetzt auf, dem Kamin zu und wollte nach dem Schüreiſen greifen, aber Tim war flinker als ich: er faßte mich mit beiden Händen um den Leib, warf mich, als wäre ich ein kleines Kind, quer über ſeine Schultern und ſagte dabei immerwährend: ‚morgen werde ich Sie ſchon um halb neun abholen, wenn Sie ſo widerbelliſch ſind. Ich ſtampfte, ſtieß, fluchte, drohte, ja ich legte mich endlich ſogar auf's Bitten, er moͤchte mich doch wieder auf den Boven ſtellen; aber ſey es nun, daß meine Stimme in dem allgemeinen Aufruhr verloren ging, oder daß Tim alle meine Erklärungen blos für die gewöhnlichen Flüche eines Betrunkenen hielt, kurz, er trug mich die Treppe hinab„ indem er ſich mit der einen Hand auf das Geländer ſtützte, mit der an⸗ deren mich wie mit einer Schraubzange hielt. Mein einziger Troſt war, daß meine Wohnung dicht neben dem Speiſehaus lag, die Ercurſion alſo bald ein Ende haben mußte und ich dann wieder frei wurde; aber denken Sie ſich meinen Schrecken, als der betrunkene Schurke, ſtatt wie gewöhnlich links zu gehn, auf einmal rechts umbog und kühn in die Schiffsquaiſtraße hinein ſegelte. Alle Fenſter im Speiſezimmer waren von unſern Kameraden angefüllt, die ſich beinahe ausſchütteten vor Lachen. ‚Bravo Tim— das iſt einmal ein Kerl— halt ihn nur recht feſt— laß ihn nicht herab:— rief ein dutzend Stimmen, während der Lümmel mit der Starrköpfigkeit eines Betrunkenen mich immer grimmiger packte und ſeinen Weg mitten in der Straße fortſetzte. „Es war ein ſchoͤner Juliabend, eine liebliche Som⸗ mernacht, als ich dieſen erbaulichen Ausflug durch die beſuchteſten Straßen der jungfräulichen Stadt machte; mein unaufhörliches Sträuben und Zappeln hatte bald eine zunehmende Menſchenmaſſe herbeigelockt, die uns unter ſchallendem Gelächter nachzog und nicht wußte,


