Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1846)
Entstehung
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kertſten Gegenden ſchmerzlich empfunden würden. In Derry nun gibt es dieſe Menſchenklaſſe nicht. Da ſieht man Nichts als Handelsleute, lebhafte, pfiffige, wohl⸗ unterrichtete Geſellen, ſie beſitzen eine tiefe Einſicht in Leinſaamen, große Gelehrſamkeit, was Zuckerdickſaft be⸗ trifft, und ſind unübertrefflich in allen Artifeln, welche in die Kategorie von Kaffee, Saſſafras, Zimmt, Gummi, Werg und Elfenbein gehören. Der Ort iſt reich und das Einmaleins ſteht zu allen Fenſtern heraus. Man bekümmert ſich um Nichts, ſpricht von Nichts, denkt von Nichts, außer was den Handel angeht, und wenn Ihr nicht bei einer Spekulation mit Feigen von Smyrna, mit Memel'ſchem Bauholz, holländiſchen Puppen oder ähnlichen Herrlichkeiten betheiligt ſind, ſo ſeyd Ihr ab⸗ ſolut gar Nichts und könnt ſo wenig auf irgend ein Vergnügen Anſpruch machen, als Jemand, der mit einem Korkbein auf den Ball oder taub in die Oper geht.

„Aus allem dem können Sie leicht abnehmen, wel⸗ chen Eindruck unſer Triumphzug in die Stadt hervor⸗ bringen mußte. Statt der gaffenden Menſchenhaufen, die uns ſonſt überall umringten, wenn wir luſtig in unſere Quartiere einrückten, bekamen wir hier nichts als gravitätiſche, proſaiſche und allerdings geſcheidte Geſichter zu ſehen, die unſere Erſcheinung mit grofer Aufmerkſam⸗ keit, aber augenſcheinlich mit geringem Beifall und keiner Spur von Begeiſterung betrachteten. Die Männer eilten raſch dahin in die Börſe und auf die Werften; die Frauen guckten mit beinah ebenſo geringem Intereſſe aus den Fenſtern auf uns herab und gingen dann wieder weg. O, wie ſehnten wir uns nach Galway, dem herrlichen Galway, dieſem Paradies der Infanterie, weſtlich vom

Shannon! Als wir in lebhaftem Vorausgenuß der

Freuden, die uns erwarteten, unſern Muſikchor ſeinen luſtigſten Marſch aufſpielen ließen, da ahnten wir freilich noch nicht, daß für die Ohren unſerer ſchönen Zuhöre⸗ rinnen in der Schiffqugiſtraße das Gerumpel eines