Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1846)
Entstehung
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rer Gegenſatz zu meinen Träumereien von vorhin läßt ſich nicht denken, als was ich jetzt erblickte. Da ſaß der Schiffskapitän, ein unterſetzter, pausbackiger, jovialer kleiner Seemann und miſchte eine Bowle Punſch an einer Tafel, an welcher ſich mein Freund Power, der Adjutant und ein langer, hagerer Schotte befanden, wel⸗ chen letztern ich ſchon in Cork geſehen hatte, wo er mir als Doktor eines Infanterieregiments bezeichnet wurde. Zwei oder drei ſchwarze Flaſchen, ein Papier mit Ci⸗ garren und ein Talglicht bildeten das ganze Tafelſervice, aber an Munterkeit und Witz ſchien es der Geſellſchaft nicht zu fehlen, wenigſtens nach dem herzlichen Geläch⸗ ter zu ſchließen, das jeden Augenblick losbrach und das kleine Gebäude erſchütterte. Wie gewöhnlich ſchien Power das große Wort zu führen und ſich nebenbei an den Eigenthümlichkeiten ſeiner Geſellſchaft zu beluſtigen.

Füllen Sie Ihr Glas, Adjutant, auf einen glück⸗ lichen Feldzug! Wir wenigſtens ſehen Nichts als Ver⸗ gnügen entgegen; kein liebenswürdiges Weib daheim, keine charmanten Kinderchen, um die wir uns härmen müſſen.

Wohl wahr, verſetzte der Doktor, der eine Tar⸗ tarin zur Frau hatte. Ihr könnt allerdings mit weni⸗ ger Schmerz die Heimat verlaſſen, aber ein verheirathe⸗ ter Mann iſt doch auch nicht ganz ohne Troſt.

Mag ſeyn, meinte der Schiffskapitän,inzwiſchen ſind eine bequeme Kajüte und ein weiter Seeraum recht angenehme Dinge.

Sie haben's alſo auch ſchon erfahren, verſetzte Power mit ſchlauem Blick.Nun, Adjutant, Sie ſehen jetzt, daß wir doch nicht ſo übel dran ſind; aber bei Gott, das kann ich mir nicht denken, wie ein Mann in die Dreißiger kommen kann, ohne wenigſtens eine Frau gehabt zu haben, ſeine Beſitzungen in den Kolonien na⸗ türlich nicht gerechnet.

Ja, ſagte der Adjutant mit einem Seufzer, indem er ſein Glas bis auf den Boden leerte;es iſt ein ver⸗ dammt ſeltſames Ding um die Frauen; die lieben Frauen!