Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1846)
Entstehung
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armer Oheim! wie gerne wollte ich allen Ausſichten meines Soldatenlebens, allen ſeinen glänzenden Ver⸗ heißungen und ſchmeichelnden Hoffnungen entſagen, um wieder bei Dir ſeyn, Deinen warmen, mannhaften Hände⸗ druck fühlen, Dein Lächeln ſehen, Deine Stimme hören zu können, um wieder da ſeyn zu können, wo alle unſere beſten Gefühle entſtehen und gepflegt werden, wo man Beſchwichtigung für alle Sorgen findet, alle Freuden doppelt genießt, für jeden Kummer ein theilnehmendes Herz weiß— in der Heimat! Dieſes einzige Wort hat für meine Ohren mehr Muſik als die lieblichſten Ge⸗ ſänge, die je eine Sirene angeſchlagen. Es bringt uns zu Allem, was wir geliebt haben, zurück durch Bande, die man nur in einer ſolchen Stimmung fühlt; und in der Erinnerung aus unſerer früheſten Zeit kommen unſere Kindergefühle gleich beſſern Geiſtern zurück, um uns zu beſuchen, während wir inmitten der traurigen Einöde wandeln, die ſich in Jahren voll Kummer und Trübſal rings um uns her gebildet hat.

Unausſprechlich elend muß der ſeyn, der niemals ſolche Wonne empfunden, dreimal glücklich aber derjenige, der ſie empfindet und weiß, daß für ihn immer noch die Heimat ſeiner Kindheit lebt und in ihr viele lieben, treuen Seelen, die ſehnſuchtsvoll ſeiner Rückkehr ent⸗ gegenſehen..

Solcher Art waren meine Gedanken, als ich da ſtand und auf die kühne Küſtenlinie hinſchaute, die jetzt allmählig immer undeutlicher wurde, ſo wie der Abend mehr vorrückte und wir weiter in die See hinauskamen. Ich war dermaßen in meine Betrachtungen verfunken, daß ich die Stimmen nicht hörte, die ſich jetzt plötzlich dicht neben mir erhoben und an meine Ohren ſchlugen. Ich wandte mich um und erblickte jetzt zum erſtenmal am Ende des Hinterverdecks das ſogenannte Rundhaus, eine kleine Kajüte, aus welcher gedachte Töne hervorkamen. Sachte ging ich vorwärts, guckte hinein und ein grelle⸗