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Verdeck hinauf. So wenig ich in dieſem Augenblick zu
Bewunderung von Naturſchönheiten geſtimmt war, ſo
fühlte ich mich dennoch vom Zauber der Ausſicht, die
ſich jetzt eröffnete, hingeriſſen. Es war ein ſchöner
Sommerabend, die Sonne war bereits ſeit einer Stunde
untergegangen und hatte im Waſſer einen ungeheuern
Bogen von reichem, glänzendem Golde zurückgelaſſen,
der ſich am ganzen Horizont hinſtreckte und durchbrochen
von ſchäumenden Wogen alle Gipfel der hochrollenden
See berührte, bis nach der fernen Küſte von Labrador
hin. Wir ſegelten bereits im blauen Waſſer, obſchon die hohen Klippen, bei denen wir abgefahren waren, ſich nur wenige Meilen leewärts von uns befanden. Dort lag das hohe Felsgeſtade von Old Kinſale, deſſen über⸗ haͤngender Kamm von einer mehrere hundert Fuß hohen Erhebung in das tiefe Waſſer hinabſchaute, das ſeinen klippigen Fuß umſpülte. Da und dort tauchte plöͤtzlich eine Fiſcherhütte empor, um im Augenblick wieder zu verſchwinden. Der Wind, der ſich bei Sonnenuntergang zu legen anfing, wurde, als der Mond aufſtieg, wieder friſcher, und das gute Schiff rauſchte ſanft vor ſeiner Macht ſich beugend, mit einem gewiſſen freudigen Ge⸗ töne durch das Waſſer. Ich ſtand allein auf dem Ver⸗ deck; Power und der Kapitän, die ich zu finden gehofft hatte, waren verſchwunden, und im Ganzen bedauerte ich es nicht ſehr, ungeſtört meinen eigenen Betrachtungen überlaſſen zu bleiben.
Meine Gedanken wandten ſich noch einmal heimat⸗ wärts— zu meinem erſten, meinem früheſten, beſten Freunde, deſſen Herd ich öde und einſam gemacht hatte, und das Herz wurde mir ſchwer, wenn ich hieran dachte. Wie hart warf ich mir das ſelbſtſüchtige Ungeſtüm vor, womit ich immer jede mir in den Sinn ſteigende Phan⸗
taſie, jeden neuen, plötzlichen Wunſch verfolgt hatte, ohne
an den Mann zu denken, deſſen einzige Hoffnung ich war, deſſen Wünſche alle nur mir galten! Ach, ach, mein


