Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1846)
Entstehung
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fchloſſen, keine Locke mehr zu verſchenken, um nicht wäh⸗ rend der Rekrutirungszeit allzufrüh kohlföpfig zu werden.

Fanny dagegen hatte ſich einen anderen Zweig des Armeedienſtes auserkoren. Ihre Haare waren ſchön, ihre Augen lachend, ſchmachtend, verderblich blau, mit langen Wimpern und einem Blick, welcher gewohnt war, einen tiefern Eindruck zu hinterlaſſen, als man ſelbſt wußte. Ihre Geſtalt war klein, aber vollendet; ihre Füße hätte Canova kopiren mögen, und ihre Hand war eine Studie für Titian; dabei war ihre Stimme ſanft und muſikaliſch, und doch voll von jener herzlichen Lu⸗ ſtigkeit, die unwiderſtehlich hinreißt. Während ihrer Schweſter stil il penseroso war, konnte man den ihri⸗ gen l'allegro nennen; jedes mögliche Ding auf der Welt, jeder Ort, jede Perſon lieferte ihr Stoff zur Hei⸗ terkeit, und die Liebhaber ihrer Schweſter mußten ſämmt⸗ lich ihre Beiträge dazu geben. Sie jagte mit Smith Barry's Hunden; ſie machte Waſſerpartieen mit dem Cove Klub; ſie ließ ſich auf Wettrennen ein; ſie ſchoß mit Piſtolen nach einem Ziel und knoöchelte mit allen Reiteroffizieren; denn es muß als phyſiologiſche Merk⸗ würdigkeit angeführt werden, daß Matildes Bewunderer beinahe ſämmtlich der Infanterie angehörten, während Fannys Anbeter regelmäßig Dragoner waren. Ob erſtere die romantiſchere Waffe iſt und die letzteren ſich mehr an das Handgreifliche und Reale halten, oder ob die Erſcheinung einen anderen Grund hatte; das auszumit⸗ teln überlaſſe ich den Gelehrten. Jedenfalls war dieſe Einrichtung, die auf demſelben Grundſatz beruhte, der in Mancheſter und Sheffield ſo viele Wunder gethan hat, nämlich der Vertheilung der Arbeit, eine höchſt weiſe und gerechte, denn da jede ihren eigenen, abgeſchiedenen Wirkungskreis hatte, ſo konnte keine der andern in's Ge⸗ hege kommen; war inzwiſchen, wie im gegenwärtigen Falle, Ueberſchuß an Reiterei vorhanden, ſo trat Fanny ihrer Schweſter bereitwillig einen oder zwei Dragoner ab, ein

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