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war. Unglücklicherweiſe jedoch wird die Nothwendigkeit eine Frau zu beſitzen nicht durch Regimentsbefehl einge⸗ ſchärft, wie etwa der Schnitt des Rockes oder die Länge des Säbels, und ſomit ſollten die diplomatiſchen Be⸗ mühungen des Majors für die häusliche Glückſeligkeit
ſeiner jungen Freunde nicht von demſelben glücklicheu Erfolg gekrönt werden, wie ſeine Vorſorge für Exerzier⸗ hoſen und Feldgeräth, und die Miſſes Dalrymple blieben durch alle Klimate und Feldzüge hindurch Miſſes. Und doch, wie ging das zu? es iſt ſchwer zu ſagen. Was wollen denn die Männer eigentlich? Matilde war ein dunkellockiges, ſchwarzäugiges, romantiſch dreinblickendes Mädchen von hohem Wuchs und zarter Taille, mit mehr Poeſte im Kopfe, als nöthig war, um ein alltägliches Gehirn ſchwindeln zu machen; immer unglücklich; immer des Troſtes bedürftig; niemals mit dem verwandten Geiſt zuſammenkommend, der ſie verſtand; beſtimmt, allein durch die Welt zu wandeln und ihre ſchönen Ge⸗ danken in den Tieſen ihres eigenen Herzens verglühen zu laſſen. So etwas iſt verdammt ſchwer zu überſtehen, wenn auf beiden Seiten ſich eine Art platoniſcher Freund⸗ ſchaft entſponnen hat. Mehr als ein armer Junge war nahe daran zu unterliegen, beſonders wenn es ihr ein⸗ ſiel Cowley zu citiren und ſie dann mit Thränen in den Augen ſagte:
„Es giebt Herzen, die leben und lieben allein u. ſ. w.“
„Ich bin uͤberzeugt, daß dieſer Erguß unbelohnter Zärtlichkeit niemals ermangelte, ein offenes Geſtändniß der Liebe herbeizuführen, welche aber, ſey es nun in Folge einer Verſetzung zu einem weit entfernten Regi⸗ ment, oder weil die Erlaubniß von Hauſe nicht eintreffen wollte, oder aus einem andern ähnlichen Grunde nie⸗ mals weiter gedieh, als zu einer höchſt rührenden Scene
und zum freundlichen Austauſch von Liebeszeichen; in der That kam dieſer Ausgang ſo oft vor, daß Power wenig⸗ ſtens ſchwört, die ſchöne Mathilde habe ſich feſt ent⸗


