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noch fortfahren werden, ſie zu lieben; daß Sie aus Verzweiflung ſterben müſſen u. ſ. w., daß aber dieſer Gedanke ungemein viel Süßes für Sie habe. Sagen Sie ihr endlich, Sie wiſſen wohl, daß ſie kein Ver⸗ mögen beſitze, im Uebrigen können auch Sie ſelbſt keine ſechs Pfennige Ihr Eigenthum nennen, und wer denn eigentlich heirathen ſollte, wenn Leute von ſo vollkommen ähnlichen Verhältniſſen es nicht thäten?“
„Nur gemach, mein Freund; wie Zeit und Ort zu ſolch intereſſanten Unterhaltungen finden?“
„Zeit und Ort! Gott im Himmel, welch' eine Frage? Iſt nicht jede von den vier und zwanzig Stun⸗ den die beſte? iſt nicht jeder Ort der geeignetſte? Eine plötzliche Pauſe der Orgel in der St. Patrickskirche über⸗ raſchte mich zwar allerdings einmal bei einer Liebes⸗ erklärung, aber der Chor kam mir zu Hülfe und über⸗ zönte die Antwort der Schönen. Mein lieber O'Malley, was könnte Sie, wenn Sie wirklich Luſt dazu hätten, in dieſem Augenblick verhindern, bei der ſchönen Lucy dort den Angenehmen zu ſpielen?“
„Und im Fall wir nicht übereinkämen, wäre der Vater als Schiedsrichter da,“ bemerkte ich.
„Nein, ganz und gar nicht, den wollen wir ſchon auf die Seite bekommen.“
„Unmöglich, lieber Freund.“
„Nun, ſo kommen Sie, nur um Ihre Hartgläu⸗ bigkeit zu überführen. Wünſchen Sie wirklich dem lieben Kinde ohne Zeugen Lebewohl zu ſagen, ſo will ich den Argus ſogleich wegſchaffen.“
„Sie wollen doch nicht—“
„Allerdings, guter Freund, allerdings will ich.“ So ſprechend, zog er ein karmoſinrothes Sackluch aus der Taſche und band es ſich wie eine Offiziersſchärpe um. Dann ſagte er mir, ich ſolle einige Minuten lang behutſam verfahren, ritt ſofort weg und verſchwand au⸗ genblicklich hinter einem Weißdorngebüſche.
Ich war kaum hundert Schritte weit geritten, als


