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das Herz ſo gewaltig, daß ich beinahe umgekehrt hätte. Dennoch faßte ich Muth und läutete. Sir George war ausgegangen. Miß Daſhwood war erſt vor fünf Minuten auf einige Tage nach Carton abgereiſt. Es iſt des Schickſals Wille, ſagte ich, indem ich mich umwandte und langſam neben meinem Pferde nach Dub⸗ lin zurückging.
In den wenigen Tagen vor meiner Abreiſe hatte ich vom Morgen bis zum Abend genug zu thun, um die verſchiedenen Einzelnheiten meiner Uniform, Aus⸗ rüſtung u, ſ. w. einzukaufen, wobei mir Power redlich an die Hand ging. Meiner Pferde wegen wurde ein Bote nach Galway geſandt, und ich ſelbſt fand, obſchon ich unzählige Beſuche zu machen und eine Maſſe Geſchäfte zu beſorgen hatte, dennoch wenigſtens dreimal des Tages Muße, nach dem Royal Hospital hinauszureiten, immer um Gir George über eine Kleinigkeit zu befragen und dabei jedesmal zu hören, daß Miß Daſhwood noch nicht zu⸗ rückgekehrt ſey.
So vergingen fünf von meinen ſechs letzten Tagen in Dublin, als der Morgen des ſechſten anbrach, bekannte ich mir's mit bekümmertem Gemüthe, daß die Abſchiedsſtunde nunmehr herannahe, ohne daß ich bis jetzt eine Gelegenheit gehabt hatte. Lucy zu ſehen, und ihr Lebewohl zu ſagen.
Während Mickey in einem Winkel des Zimmers packte und ich im andern einen langen Brief an meinen Oheim zu Ende brachte, öffnete ſich die Thüre und Webber trat ein.
„He, OMalley, wie es ſcheint, komme ich noch ge⸗ rade recht, um Ihnen Adjeu zu ſagen. Zu meinem größten Erſtaunen finde ich diefen Morgen, daß Sie der ſtillen Schweſter den Rücken gekehrt haben. Ich fürchtete ſchon, ſie nicht mehr zu ſehen zu bekommen, bevor Sie in den Krieg ziehen.
Auch wäre es beinahe ſo gegangen, Frank; auch ich glaubte bereits, wir werden einander nicht mehr ſe⸗


