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Als die Stunde des Gaſtmahls herankam, wandten ſich meine Gedanken wieder zu Miß Daſhwood, und tau⸗ ſend Beſorgniſſe durchkreuzten mein Gemüth, ob ich wohl Kraft genug haben werde, mit ihr zuſammenzutreffen, ohne durch mein Benehmen den veränderten Zuſtand meiner Gefühle zu verrathen, eine Moͤglichkeit, die ich jetzt ebenſo ſehr fürchtete, als ich mich vor einigen Tagen nach einer Gelegenheit geſehnt hatte, ihr meine, wenn auch noch ſo hoffnungsloſe Liebe zu geſtehen. Alle meine mannhaften Entſchlüſſe und wohl angelegten Plane, unerſchüttert und gleichgültig vor ihr zu erſcheinen, all die Vorſätze, womit ich mich beim Ankleiden und auf dem Wege gewaffnet hatte, waren inzwiſchen unnöthig, denn die Geſellſchaft beſtand ausſchließlich aus Herren, und ſelbſt, als der Café aufgetragen wurde, machte Niemand eine Bewegung, um nach dem Familienzimmer zu gehen. Nun, auch gut, murmelte ich, als ich in meinen Wagen ſtieg. Zwiſchen uns iſt jetzt alles zu Ende, und ich darf wohl meine Tage nicht mit Seuf⸗ zern um eine junge Lady vergeuden, die nur für einen Anderen lebt. Sehr vernünftige, ſehr paſſende Entſchlie⸗ ßungen das. Aber ach, als ich zu Bette gegangen war, mußie ich die eine Hälfte der Nacht an die ſchöne Lucy denken, und die andere Hälſte träumte ich von ihr. Als der Morgen graute, war mein erſter Gedanke: Soll ich ſie noch einmal ſehen? ſoll ich auf ſolche Art für immer von ihr Abſchied nehmen oder ſoll ich nicht vielmehr die Laſt meines Geheimniſſes vom Herzen wäl⸗ zen, ihr meine Liebe bekennen und dann Lebewohl ſagen? Letzteres ſtimmte heute mehr als geſtern mit meinen Wünſchen überein, und da Power mir geſagt hatte, daß wir bevor acht Tage vergehen, in Fermoy ſeyn müſſen, ſo wußte ich, daß ich keine Zeit mehr zu verlieren
hatte.
Mein Entſchluß war gefaßt. Ich beſtellte mein Pferd und ritt, ſo früh es auch war, nach dem Royal Hospital. Als ich vor dem Hauſe ankam, pochte mir


