Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1846)
Entstehung
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auf, um von Jemand draußen gehört zu werden, aber vergebens. Müde und erſchöpft ſetzte ich mich auf das Bett und ſann über mein Schickſal nach. Nach Rache, nach ſchneller, vollſtändiger, entſchiedener Rache dürſtete und lechzte ich. Jeder Augenblick, den ich unter der erlittenen Schmach noch weiter verlebte, ſchien mir ein Jahrhundert qualvollen, zum Wahnſinn treibenden To⸗ deskampfes. Plötzlich ſprang ich auf, ein Gedanke war mir in den Kopf geſtiegen. Ich warf das Bett nach dem Fenſter hin, band das Leintuch mit einem feſten Kno⸗ ten an das Fenſterkreuz, drehte ein Seil daraus, zog mich bis auf etwa zwölf Fuß vom Boden an demſelben herab, ließ es dann los und kam glücklich und unverletzt auf dem Grasplatze an. Ein feiner, neblicher Regen fiel herab, und jetzt erſt bemerkte ich, daß ich in der Eile meinen Hut vergeſſen hatte; dieſer Gedanke machte mir jedoch wenig Kummer und ich nahm meinen Weg nach dem Stalle hin, um wo möglich mein Pferd zu ſatteln, und mich davon zu machen, bevor die Familie von meiner Flucht Etwas erführe.

Als ich den Hof erreichte, war Alles ruhig und öde; die Dienerſchaft beluſtigte ſich ohne Zweifel im Hauſe und Niemand kam mir in den Weg. Ich trat in den Stall, warf meinem Badger den Sattel über und galoppirte kanm fünf Minuten nach meiner Flucht aus dem Fenſter nach O'Malleyeaſtle zu, mit einer Ge⸗ ſchwindigkeit, die jeder Verfolgung Troz bot, falls Je⸗ mand daran gedacht hätte.

Es war ungefähr fünf Uhr an einem finſtern Win⸗ termorgen, als ich mein Pferd durch die wohlbekannten Engpaſſe von Ställen und Nebengebänden führte, welche den langen Eingang zu meines Oheims Wohnungen bildeten. Da indeß noch Niemand wach war und ich meine Ankunft vor der Familie geheim halten wollte, ſo drückte ich, nachdem ich für die Beduürfniſſe meines wackern Schimmels geſorgt, ſachte die Klinke der Kü⸗

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