Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1846)
Entstehung
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ſinnigen Verſtand und Beſinnung wieder bringen, ge⸗ ſchah es, daß ich, kaum allein auf meinem Zimmer, voll⸗ kommen nüchtern wurde. Die Dünſte des Weins— und ich hatte einen tiefen Trunk gethan— zerſtreuten ſich auf einmal; mein Kopf, der noch ſo eben vor Auf⸗ regung halb wirr geweſen, war jetzt kalt, ruhig und geſammelt; ja, was noch ſeltſamer iſt, ich, der ich erſt vor einer Stunde mit der ganzen argloſen Fröhlichkeit des Knabenalters den Speiſeſaal betreten hatte, war nunmehr durch einen gewaltigen Sprung ein Mann ge⸗ worden, ein Mann mit dem ganzen Gefühl der Verant⸗ wortlichkeit, ein Mann, der eine Beleidigung durch einen Schimpf zurückgewieſen hatte und auch nun entſchloſſen war ſein Leben dafuͤr auf's Spiel zu ſetzen. In einem Augenblick hatte ſich eine neue Aera meines Daſeins für mich erſchloſſen— an die Stelle der gedankenloſen Hei⸗ terkeit rüſtiger Jugend war ein Alles verſchlingender, Alles durchdringender Gedanke getreten, der Gedanke, daß ich, wenn ich meinen Streit mit Bodkin nicht zu Ende führe, entehrt und beſchimpft ſei; bei meiner ge⸗ ringen Kenntniß in ſolchen Dingen entging mir der Um⸗ ſtand, daß ich jetzt der Angreifer war und alle weitern Schritte in der Sache von ſeiner Seite ausgehen mußten. 4

So gänzlich beſchäftigte mich mein eigener Ver⸗ druß, daß ich über die Betrübniß meines armen Oheims bei der Nachricht vom Verluſt der Blake'ſchen Partei und von der Gewißheit, daß der frühere Bruch zwiſchen den Familien durch die Ereigniſſe des heutigen Abends unheilbar geworden, nicht einmal dachte. Flucht war mein erſter Gedanke; aber wie ſollte ich ſie ausführen? Die Thüre, von ſolidem iriſchem Eichenholz, doppelt verſchloſſen und verriegelt, vot allen meinen Anſtren⸗ gungen Trotz— das Fenſter war wenigſtens fünf und zwanzig Fuß vom Boden, und weit und breit kein Baum,

auf den ich mich häͤtte ſchwingen können. Ich lärmte, ich ſchrie, ich öffnete das Schiebfenſter, ich bot Alles