Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1846)
Entstehung
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kalter, froſtiger Aufſatz von künſtlichem Unſinn der einen Hälfte des Tiſches den Verkehr mit der andern abſchnei⸗ det; wo geflüſterte Phraſen das Geſpräch ausmachen und all die freundliche Wiedererkennung mit dem Wein⸗ glas, wodurch man Bekanntſchaften erneuert und Freund⸗ ſchaften anknüpft, dadurch erſetzt werden ſoll, daß ein Lakai förmlich und ſteif unſer Glas füllt— wo ſtatt freundlicher Worte blos ein albernes Lächeln im Kurſe iſt, ſtatt munterer Witze und luſtiger Erzählungen höch⸗ ſtens ſpitzige Epigramme preisgegeben werden. Hier ſah es ganz anders aus: die Geſellſchaft aß, trank, plauderte, lachte, that Alles, nur daß ſie nicht ſang, und ergötzte ſich wirklich aus Herzens Grunde, Was mich betraf, ſo war ich kaum etwas mehr als bloßer Zuhörer, und ſo gewaltig war das Klappern der Teller, das Geklingel der Gläſer und das Getöſe der Stimmen, daß nur Bruchſtücke der Unterhaltung zu mir gelangten und dieſe wenigſtens für mich etwas Zuſammenhangs⸗ loſes, ja ſogar Ungereimtes bildete. Redensarten wie folgende waren an der Tagesordnung und flogen unter einander herum:

„Kein beſſeres Land in Galway— wo könnte man ſolche Annehmlichkeiten finden— weil er Mr. Jones auf dem Heimwege erſchoſſen hat— die Wahr⸗ heit, die reine volle Wahrheit— ein Kuß— Miß Blake, ja, das nenne ich einmal Fuß und Wade— Daly hatte nie Wolle auf ſeinen Schafen— wie könnte er auch— was bezahlt er für den Berg— vier Schil⸗ ling und zehn Pfennige die Elle— keinen Pfennig weniger— all die Kohlſtengel und Kartoffelſchaalen— macht Suppe mit einem rothen Hering ſtatt des Salzes — auf das Geld ſehe ich nicht bei dem Mädchen mei⸗ nes Herzens— wenn es nicht die Flußgalle und den Spath hätte— dann würde ich ihr den Segen der Kirche ertheilen.“

Solcher Art waren die zerſtreuten Glieder der Un⸗ terhaltung, die ich anhören mußte, bis ein allgemeiner