Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

49

verſetzte ich galant;„aber können Sie mir vielleicht ſagen, ob mein Onele von meinem Unfall gehört hat?“

„Allerdings; aber er iſt nicht ſelbſt hier geweſen, ſondern hat einen Freund, einen Mr. Conſidine, glaube ich, geſchickt. Ein ganz kurioſer Heiliger: er verlangte meinen Vater zu ſprechen und fragte ihn, wie es ſcheint, ob ihr Unfall vielleicht ein Werk ſeiner Intrigue, und ob er bereit ſei, über ſein Benehmen dabei eine Erklä⸗ rung abzugeben. Ich glaube wahrhaftig er iſi toll.“

„Hol ihn der Henker!“ murmelte ich zwiſchen den Zähnen.

„Und dann wünſchte er mit Kapitän Hammersley zu ſprechen, aber er iſt zu krank; da indeß der Doktor erklärte, er werde binnen acht Tagen wieder aufſtehen können, ſo erbot ſich Mr. Conſidine gütigſt, bis dahin zu warten.“

„Und nun ſagen Sie mir, wie befindet ſich der Ka⸗ pitän?2,

„Er ſoll ſehr zerquetſcht, ſehr verunſtaltet ſein,“ antwortete ſie halb lächelnd,„aber doch, ſagt man, ſei er weniger am Körper als am Gemüthe verletzt.“

„Wie ſo, wenn ich fragen darf?“ ſagte ich mit ſcheinbarer Unſchuld.

„Ich weiß es ſelbſt nicht recht; aber es ſcheint, als habe unter Euch Herren Jägern an jenem ungluͤck⸗ ſeligen Morgen ein gewiſſer Wettſtreit obgewaltet, wel⸗ chen Sie Ihrerſeits mit einem beſchädigten Kopfe büßen mußten, er aber mit dem Verluſt ſeines Pferdes und einem gebrochenen Arm.“

„Es thut mir leid— aufrichtig leid, wenn ich ir⸗ gendwie zu dieſer Kataſtrophe beigetragen haben ſollte; das betrübendſte aber für mich iſt, um es ehrlich zu ge⸗ ſtehen, die Thatſache, daß ich Ihnen dadurch Kummer bereitet habe.“ 3

„Mir? Erklären Sie ſich deutlicher.“

„Nun, da Kapitän Hammersley—“

Lever, O'Malley. I. 4