Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1846)
Entstehung
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mich als ſein eigen Kind und den Erben ſeiner Güter zu erziehen. Wie gewichtvoll und läſtig dieſe letzte Ver⸗ pflichtung ſeyn mußte, kann ſich der Leſer leicht denken; doch die Abſicht war eine freundliche, und ich muß meinem Oheim die Gerechtigkeit widerfahren laſſen, daß er mich mit aller Zärtlichkeit eines warmen, offenen Herzens liebte.

Von meinen früheſten Jahren an war ſeine ganze Sorge darauf gerichtet, mich zu einem tüchtigen Land⸗ edelmann, ſo wie er dieſe Rolle auffaßte, auszubilden, d. h. ich wurde ein kecker Fuchsjäger, ich war der beſte Schütze zwanzig Meilen in die Runde, ich konnte bei Holy Island über den Shannon ſchwimmen, ich fuhr mit einem Vierſpänner beſſer als der Kutſcher ſelbſt, und in der Kunſt einen Haſen außzutreiben oder einen Lachs zu angeln, that es mir von Killaton bis Bana⸗ gher Niemand gleich. Darin beſtand der weſentlichſte Theil meiner Kenntniſſe; außerdem hatte mir noch der Pfarrer ein Bischen Latein, ein Bischen Franzöſiſch, ein Bischen Geometrie und ſehr viel von dem Leben und den Meinungen des heiligen Jago beigebracht, welcher eine geweihte Quelle in der Nachbarſchaft beſchützte und in ſehr bedeutendem Anſehen ſtand.

Wenn ich zu dieſem Gemälde meiner Vollkommen⸗ heiten noch hinzufüge, daß ich beinahe ſechs Fuß zählte, und eine für mein Alter ungewöhnliche Beweglichkeit und Stärke, überdies eine ſehr anſehnliche Portion von Freundlichkeit beſaß, ſo iſt meine Skizze beendigt, und ich ſtehe leibhaftig vor meinem Leſer.

Es iſt jetzt Zeir, auf Sir Harry's Brief zurückzu⸗ kommen, welcher mich dermaßen außer Faſſung brachte, daß ich ohne Hülfe des Vaters Roach ſchlechterdings nicht im Stande geweſen wäre, aus den Abſichten des Schreibers klug zu werden. Aber auf den Rath dieſes Ehrenmannes brach ich augenblicklich nach Athlone auf, und allda angekommen, traf ich meinen Oheim, wie er eben von ſeinem Leichenwagen herab zu dem Volke re⸗