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Letztes Capitel. Die Verſchwiſterung.
Eilen wir zu dem einſtweiligen Schluſſe dieſes Buches!
Schüttle dein Haupt nicht verwundert und erſtaunt, lieber Leſer, über dieſe Worte; wir haben genau überlegt, was wir oben hinſchrieben, ja wir ſchreiten nicht zu dem letzten Capitel, nein, blos zu der einſtweiligen Schlußſzene dieſer düſtern Geſchichte. Sollte dieſer Roman nämlich eine geneigte Aufnahme bei der deutſchen Leſewelt finden, ſo gedenken wir, vielleicht unter dem Titel„Der Montenegriner in der Heimath“, den Freunden und Gönnern Las⸗ caris⸗-Vuks die weitern Abenteuer und Erlebniſſe, Irrfahrten und Schickſale, Thaten und Leiden dieſes tapfern Abenteurers wie ſeiner reizenden Schweſter in einem neuen Buche zu ſchildern, zu berichten.
Beſaß denn Lascaris eine Schweſter?
Ein reizendes Kind noch obendrein!
Wir wiſſen keine Sterbensſylbe von dieſer Schönheit!
Alſo hören wir die neugierigen Leſerinnen bei dieſen Zeilen in einiger Verwirrung und Zerſtreuung fragen und rufen! Nur Ge⸗ duld! Ihr kennt jenes reizende Schweſterlein recht wohl, und habt es vielleicht ſo lieb gewonnen wie die weiße Roſe von Serajevo in der Zeit ihrer bräutlichen Blüthe wie in der Stunde ihres frühzei⸗ tigen Verwelkens. Auch der Name wird Euch nicht neu, höchſtens ein wenig befremdend klingen. Wäre dem aber auch nicht ſo, ſo mußten wir im Verlaufe dieſes Romanes ſo viele Leichenzüge ſchil⸗ dern, daß wir wohl auch das Recht beſitzen dürften, endlich einmal
Zur Beſchreibung einer Taufe oder eines Wiegenfeſtes zu ſchreiten. Pathenſtelle vertreten iſt jedenfalls ein erfreulicheres und roſigeres


