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trünnige von Skutari, durch den Rückzug der Bosniaken mit ſeinen Skipetaren von ſeinen früheren Verbündeten getrennt wurde und ſich nach einem dreiwöchentlichen Bombardement ſeiner Veſte Scodra oder Skadar auf Gnade und Ungnade ergeben mußte.
Nun zog Reſwid's Heer nach der hiſtoriſch berühmten Ebene von Koſſovo, das Amſelfeld genannt, und ſchlug unter Kara Mah⸗ mud, dem neuernannten Vezier von Bosnien, die daſelbſt gelagerten Rebellen. Wuſein verſchanzte ſich hierauf mit 20,000 Mann auf dem heiligen Berge Vitez, ſechs Meilen von Serajevo, und machte Kara Mahmud, von dem jungen Widaitſch in Zwornik unterſtützt, den Beſitz der bosniſchen Hauptſtadt mit ungemeiner Tapferkeit durch lange Zeit ſtreitig, bis endlich die bosniſchen Rajas, die nur gezwungen gegen den Sultan gefochten hatten, und im Augenblick der Entſcheidung neutral verblieben waren, vollends zu den Os⸗ manlis übergingen und von Ali Bezovich, Aga von Stolaz, geführt, die Waffen gegen den eigenen muhamedaniſchen Adel ergriffen. Wuſein und Widaitſch mußten ſich über die öſterreichiſche Grenze flüchten.
Kara Mahmud ſetzte ſich nun bei dem Goritzahügel bei Trav⸗ nik feſt und ſuchte die noch trotzenden Spahis zur Uebergabe ihrer Schlöſſer zu bewegen. Der Zwiſt mit Mehemed Ali von Egypten ſtimmte die Pforte jedoch nachgiebig und friedfertig. Der bosniſche Adel erhielt Amneſtie, ja ſelbſt Wuſein, der bisher mit großer Pracht in Eſſeg lebte, durfte nach der Türkei, nur nicht nach Bos⸗ nien zurückkehren. Die Milde, womit Daud, der neue Paſcha, die Ariſtokraten behandelte, veranlaßte ſie zu abermaliger Bedrückung der armen Bauern. Vergeblich wandten ſich dieſe an den Sultan wie an die Serben. Endlich ward das Joch unerträglich, und ſo begann anno 1834 die Schilderhebung der Rajas unter dem griechiſchen Geiſtlichen Jowitza gegen die Spahis, wobei leider die irregulären Maßen der Bauern dem beſſer organiſirten adeligen Heerbann erlagen.
Im nächſten Frühjahre verſuchten die Märtyrer eine neue Er⸗ hebung, bei der endlich das katholiſche Landvolk zum erſten Male mit den Kindern der griechiſchen Kirche gemeinſame Sache machte. Jowitza ward zwar abermals beſiegt und gefangen, wurde jedoch auf ausdrücklichen Befehl des Sultans in Freiheit geſetzt; auch ſandte der Großherr zur Abſtellung der Mißbräuche Wedſchi, den aus Anatolien gebürtigen Belgrader Paſcha an Daud's Stelle nach
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