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„Achilles,“ fuhr dieſe fort,„iſt und bleibt ein gemeiner Junge. Einer verweigerten Kebsdirne wegen raſtet er als Schlafmütze an ſeinen ſchwarzen Schiffen, läßt ſeine Landsleute rottenweiſe ſchlach⸗ 2 ten, und erſt, als man ſeinen Buſenfreund in ſeiner eigenen Rü⸗ ſtung erſchlägt, bricht er los, erlegt zwar durch den Beiſtand von ein paar Göttern die Zierde und Blume aller trojaniſchen Ritter⸗ ſchaft, benimmt ſich aber dann gegen die heilige Leiche wie ein be⸗ trunkener Laſtträger. Ja, ich ſpreche dieſem Achilles ſelbſt das Na⸗ tionalgefühl ab. Wer ſteht uns dafür, daß er ohne den Pfeilſchuß des Paris den ſchönen Augen Polyrena's zu Liebe nicht zum De⸗ ſerteur an der griechiſchen Fahne und zum Schreck⸗ins⸗Heer ſeiner 6 eigenen Landsleute geworden wäre?!“ „Du übertreibſt!“ meinte Riswan. „Möglich,“ entgegnete die weiße Roſe,„aber wie dem ſei, mein Herz ſteht auf der Seite der Trojer, die da muthig fallen für den heimiſchen Herd, und vor Allen liebe und verehre ich den roſſe⸗ tummelnden Hektor!“ Mit dieſen Worten eilte Gülnare zu ihrer Gusla oder Gusli, einer Art liegender Harfe, bei den Ruſſen in Form eines Hackbret⸗ p tes. Ihr Umfang beträgt über zwei Octaven, aber bloß in diato⸗ 4 3 niſcher Stimmung. Die erhöhten Töne werden durch Anſchlagen der Saiten ganz nahe am Stege erhalten. Um den ſtarken Nachhall der Metallſaiten zu verhüthen, dämpft der Spieler die angeſchla⸗ 6 genen Saiten mit einem Theil der Hand. Die weiße Roſe prälu⸗ dirte, und ſang dann eines jener ſchon damals auftauchenden, ſpä⸗ 6 ter ſo viel Lärm ſchlagenden illyriſchen Kriegslieder, Davorien ge⸗ 1 nannt. Es ſtammte aus der Feder Ilié's und lautet in abgekürzter, V freier deutſcher Uebertragung:
Die Trommel ruft zum Fahneneide, Bei'm Rufe der Trompete fährt 4 Von ſelbſt aus ſeiner roſt'gen Scheide, Illyrien, dein altes Schwert.
Die Fahne fliegt, Kanonen ſchmettern, Sanct Georg leiht uns ſeine Hand; ¹ Drum vor gleich Gottes Donnerwettern 4 Zum Kampf für Fürſt und Vaterland!
Nur einig! Einer ſteht für Alle, Wie Alles für den Einen ſteht;
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5 Nur einig, ob bei'm Waffenſchalle Zum Siege, ob zum Tod es geht! ’
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