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heraus, daß das Duell durch die Gewalt der Umſtände aufgedrungen war. Was van Halsdt betrifft, ſo vergab ihm der König, ſein Vater desgleichen: er iſt jetzt Ge⸗ ſandter in Neapel.“
„Und der andere, Norvins? zwar, ich fühle kaum einiges Intereſſe für ihn.“
„Das thut mir leid,“ ſagte er lachend;„aber wol⸗ len Sie nicht aufbrechen?“ 3
Damit bedeutete er mir durch eine hofliche Ver⸗ beugung, ihm nach dem Speiſezimmer voranzugehen, und folgte mir mit dem flüchtigen Schritt und der leich⸗ ten Geberde einer wohlgemuthen, zufriedenen Natur.
Ich brauche kaum zu ſagen, daß ich mich an dieſem Tage beim Diner nicht neben den Abbe ſetzte; im Ge⸗ gentheil, ich wählte mir den am dummſten ausſehenden alten Mann, den ich ſinden konnte, zu meinem Nach⸗ barn, und that mir in dem Gedanken gütlich, daß oft da, wo wenig Annehmlichkeit zu finden iſt, die gütige Natur zum Erſatz einige Züge von Rechtſchaffenheit und einige Spuren von Ehrgefühl gegeben hat. In der That, ich fühlte einen ſolchen Widerwillen gegen die einnehmenden Geſichter des ſchönſten Theiles der Geſell⸗ ſchaft— und verknüpfte raſchen Witz mit Schurkerei ſo unauflöslich, daß ich über jeden guten Satz, den ich hörte, zitterte, und mich frühzeitig in's Bett ſtahl, mit dem Entſchluß, nie in meinem Leben eine plötzliche Zu⸗ neigung für angenehme Leute zu faſſen— ein Glück für mich, daß ein langer Aufenthalt in einem gewiſſen Lande, welches ich nicht nennen werde, mir erlaubt, dieſen Eid zu halten, bei geringer Verſuchung, ihn zu brechen.
Der nachſte Morgen war in der That ein berr⸗ licher. Die Erde vom Regen erfriſcht— das Grün glänzender— die Bergſtröme voller; die ganze Land⸗ ſchaft ſchien in ihrem reizendſten Antlitz zu ſtrahlen. Bald nach Sonnenaufgang war ich munter und wach;; und trotz aller meiner Vorurtheile gegen ſolche Mittel,


