Teil eines Werkes 
1 bis 5. Bändchen (1846)
Entstehung
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ſeine Tage zu verlängern, ſetzte ich mich an's Fenſter⸗

wahrhaft hingeriſſen von der Schönheit der Scene. Jen⸗ ſeits des Fluſſes erhob ſich ein mit Haide bewachſenes Gebirge, an welchem dunſtige Nebelmaſſen eilig dahin⸗ ſtrichen, die, wenn ſie vorüber zogen, einige dünne an⸗ gebaute, mitten unter Granitblöcken und ſteilen Abgrün⸗ den um ihr Daſeyn kämpfende Streifen enthüllten. Als die Sonne höher ſtieg, wurden die grauen Tinten braur, und die braunen wurden purpurroth, während gewiſſe dunkle Linien, die ſich vom Gipfel bis zum Fuße her⸗ unterzogen, wie Silber zu ſcheinen begannen, und den Lauf manches Bergſtroms zeigten, der rauſchend nach jenem kleinen See hintaumelte, welcher ruhig wie ein Spiegel in der Tiefe lag. Unmittelbar unter meinem Fenſter war der Schloßgarten; eine Reihe von Terraſſen bis an den Fluß hinab ſchoͤne Eibenbaum⸗Hecken, in manche ſeltſame Form geſchnitten die Balluſtraden, halb verſteckt durch Zierſträuche und Schlingpflanzen die niedlichen Marmor⸗Statuen, die da und dort heraus⸗ lugten, waren liebliche Züge in dem Gemälde, und er⸗ höhten den Effekt der großartigen Fernſicht. Auch die Schwäne, die auf dem ovalen Teich herumſegelten, ſpra⸗ chen von bewohnter, belebter Gegend, gerade wie der weit ausgedehnte Fittich, der über der Bergſpitze ſchwebte, an die wilde Region mahnte, wo der Adler König war.

Meine Betrachtungen wurden plötzlich unterbrochen durch eine Stimme unten auf der Terraſſe. Es war die Stimme eines Mannes, der ſeinem Schritte nach augenſcheinlich ſeine Morgenpromenade auf dem Schloß⸗ platze machte, während er zum Zeitvertreid ein Lied ſummte:

1Hei, Soldaten, warum

Sollten wir uns mit Sorgen qualen? Hei, Soldaten, warum? Unſere Sache