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verletzt, daß er ſo übergangen wurde. In dieſem Zu⸗ ſtand mürriſchen Aergers ſetzte er ſich auf einen Grab⸗ ſtein, und gleich als ſey er bei dem ganzen Hergang nicht im geringſten betheiligt, ſah er ſich kein einziges Mal nach ihnen um.
„Er bemerfte nicht, daß jetzt die Geſellſchaft den Weg nach dem Walde einſchlug, und ebenſo wenig wurdr er die Flucht der Zeit gewahr, als ihm plötzlich de, laute Knall von zwei Piſtolen, ſo ſchnell aufeinander daß ſie ſich faſt vermiſchten, zu Ohren drang. Da ſprang er auf, während eine ſchreckliche Angſt in ſeinem Buſen wühlte; es durchzuckte ihn ein furchtbares Schuldgefühl, das er weder ergründen, noch erklären konnte; im glei⸗ chen Augenblick rauſchte es im Gebüſch hinter ihm, und heraus trat van Halsdt mit ſeinen Gefährten; der erſtere mit glänzendem Auge und flammender Wange, der an⸗ dere blaß und in ſchrecklicher Aufregung. Er deutete nachdrucksvoll auf Eduard und van Halsdt ſagte—„Ja.“
„Bevor Norvins errathen fonnte, was dieß zu be⸗ deuten habe, trat der Fremde auf ihn zu und ſagte—
„Es thut mir leid, mein Herr, daß das traurige Werk von dieſem Morgen noch nicht enden kann; aber natürlich ſind Sie bereit, meinem Freunde die einzige Genugthuung zu geben, die in Ihrer Gewalt ſteht.“
„Ich— Genugthuung— was meinenSie damit—wem?
„Keern van Halsdt,“ verſetzte er kaltblütig und mit leichter, verächtlicher Betonung der Worte. 2
„Herrn van Halsdt! er hat mir nichts zu Leide gethan— ich habe ihn weder beleidigt, noch gekraͤnkt,“ erwiederte er, bei jedem Worte zitternd.
„Nie mich beleidigt!“ rief van Halsdt.„Will das nichts heißen, daß Sie mich für immer zu Grunde gerichtet haben, daß Ihre Feigheit, eine Schmach zu rächen, die einer Dame angethan wurde, welche Ihnen hundertmal lieber hätte ſeyn ſollen, als Ihr Leben. mich in ein Duell mit einem Manne verwickelt hat, nachdem ich geſchworen, ihn nie mehr zu treffen, nie mit ihm


