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von Empfindungen zu beſchreiben, die ſich in ſeinem Gehirne drängten. So feig er auch war, ſo hätte er doch lieber einem hundertfachen Tode getrotzt, als ſolche Seelen⸗ angſt ertragen. Er kehrte ſich nach dem Theater um, aber ſeine Feigherzigkeit ſchien ſeine Glieder zu lähmen; es war ihm zu Muthe, als ob er, wenn auch ſein Geg⸗ ner vor ihm ſtände, nicht genug Energie hätte, ihn zu ſprechen. Margarethens Blick ſchwebte ihm ſtets vor den Augen— er ſank in's Innerſte ſeiner Seele— er brannte dort gleich einem Feuer, das keine Erinnerung kein ſpäterer Schmerz auslöſchen ſollte.
„Während er dort ſtand, fuhr haſtig ein Arm durch den ſeinigen und er fühlte ſich fortgeriſſen. Es war van Halsdt, ſein Hut war über die Augenbraunen her⸗ untergedrückt, auf ſeiner Wange war eine kleine Blut⸗ ſpur. Er ſchien von ſeinen eigenen Gefühlen ſo über⸗ wältigt, daß er die ſeines Gefährten gar nicht be⸗ achtete.
„Ich habe ihn,“ ſagte er mit dicken Kehltönen, dem eigentlichen Athmen der Rache,„ich habe ihn zu Boden geſchlagen. Jetzt geht es zwiſchen uns auf Leben und Tod, und am beſten, es geſchieht ſogleich.“ Als er ſo ſprach, nahm er ſeine Richtung gegen den Boulevard, anſtatt des gewöhnlichen Weges nach dem Geſandtſchafts⸗ gebäude. 3
„Wir gehen irre,“ ſagte Norvins—„hier geht's nach der„breiten Gaſſe.“
„Ich weiß es,“ war die kurze Antwort,„wir müſſen auf’s Land; das Ding war zu öffentlich, als daß es nicht Vorſichtsmaßregeln erfordern ſollte. Wir haben uns nach Katznach beſtimmt.“
„Auf Säbel?“
„Nein; auf Piſtolen, dießmal,“ ſprach er mit teufliſchem Nachdruck auf das letzte Wort.
„Sie gingen über eine Stunde lang durch die Straße, paſſirten das Stadtthor und erreichten das


