Teil eines Werkes 
1 bis 5. Bändchen (1846)
Entstehung
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Das freut mich von Herzen, antwortete er ver⸗ gnügt;um ſechs Uhr, wenn er es vorzieht, und mei⸗ netwegen darf er auch den alten Sekretär mitnehmen. Aber das Fräulein, werden wir den Abend über nichts mehr von ihr ſehen iſt hier kein Salon? He, was treiben Sie denn nach dem Diner?

Ei, zuweilen fahren oder gehen wir auf den Bou⸗ levard ſpazieren; ein Paar mal in der Woche iſt bei den andern Miniſtern Empfang, dann iſt noch die Oper da.

Sie müſſen das alles verdammt langweilig ſinden, ſagte van Halsdt, indem er einen Becher füllte und auf Einen Zug leerte.Sind Sie ſchon lange hier?

Erſt drei Monate.

Und haben es gewiß ſchon ſatt, ich wollte darauf ſchwören.

Nein, ich fühle mich ganz glücklich ich liebe die Ruhe.

O Himmel!O Himmel! rief er mit einem tiefen Seufzer,was ſoll aus mir werden?

Norvins wünſchte herzlich, dieſe Frage nach Be⸗ lieben beantworten zu können, ſagte aber nichts.

Es iſt acht vorüber, ſprach van Halsdt, als er bemerkte, daß der andere verſtohlen auf ſeine Uhr ſah. Kümmern Sie ſich nicht um mich, wenn Sie irgend wohin beſtellt ſind ich werde bald lernen, mich hier einheimiſch zu machen. Vielleicht thun Sie mir indeſſen, bevor Sie gehen, den Gefallen, noch etwas Claret zu beſtellen man kennt mich noch nicht.

Eduard fuhr über dieſe Rede faſt von ſeinem Stuhle auf eine ſolche Freiheit, noch mehr Wein zu verlan⸗ gen, war für ihn etwas unerhörtes; in der That pfleg⸗ ten ſie in der Regel nicht einmal die Hälfte von dem Wein zu trinken, der auf dem Tiſche ſtand; aber er war ſo ſehr von Staunen überwältigt, daß er ſchnell auf⸗ prang und dem Wunſche des Gaſtes gemäß die Glocke zog.