Teil eines Werkes 
1 bis 5. Bändchen (1846)
Entstehung
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meiner Gegenwart den Tag zu verwünſchen wagte, aus Furcht, ein Hagelwetter von moraliſchen Betrachtungen hervorzulocken. Die Geſellſchaft begab ſich Gruppenweiſe zum Fruͤhſtück. Die übermüthigen Blicke und blitzenden Augen des vergangenen Abends waren jetzt niederge⸗ ſchlagen und beſtürzt über den unerwarteten Wechſel. Sogar die ältern aus der Geſelſſchaft ſchienen unzufrie⸗ den; und außer meiner eigenen Perſon und einem alten mit der Gicht behafteten Herrn, der ſich in einem Roll⸗ ſtuhl in der Halle und im Geſellſchaftszimmer herum⸗ fahren ließ, bot alles einen kläglichen Anblick dar.]

Jedes Fenſter hatte ſeinen Belagerer, der durch das Glas hinausſah und mitten in der düſtern Wolken⸗ wüſte vergeblich ein Stückchen Blau zu erhaſchen ſuchte. Eine kleine Gruppe war, verdrießlich und ſtumm, um das Wetterglas verſammelt; ein gelehrter Forſcher ſaß in einem Winkel, um die Prophezeihungen des Kalenders zu ſtudiren;— aber Unterhaltung hätte man ebenſo gut unter den Bewohnern eines Tollhauſes finden können, als hier. Das Wetter wurde in allen Sprachen ver⸗ wünſcht, vom Irokeſiſchen bis zum Sanskrit; alle kamen darin überein, daß kein Land ein ſo abſcheuliches Klima habe. Der Yankee rühmte die Sommer Amerikas, der Däne pries die ſeinigen, auch ich nahm einen patrioti⸗ ſchen Schwung und verſicherte, in Irland nie einen ſol⸗ chen Regen geſehen zu haben. Der Herr des Hauſes konnte ſich mitten in dieſem Strome ſcheltender Kritik kaum zeigen, und wenn er zufallig doch einmal erſchien, ſo ſah er ſo verſchämt aus, als hätte er ſelbſt den Zapfen ausgeſtoßen und das ganze Land mit Waſſer überſchwemmt.

Inzwiſchen erſchien Niemand von denen, die ich er⸗ wartete. Weder die Tochter des Oberſten noch die Ba⸗ ronne kamen herab; auch der Abbe zeigte ſich nicht im Frühſtückzimmer, ſo daß ich in bedeutender Verlegenheit und Verſtimmung war.

Nachdem ich alſo eine gute Stunde lang das lang⸗