Teil eines Werkes 
1 bis 5. Bändchen (1846)
Entstehung
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weilige Geſchwätz des alten Oberſten über einen längſt beweinten Verwandten Mark O'Leary ausgehalten; nach⸗ dem ich mich einem ſtrengen Kreuz⸗ und Querverhör unterworfen hatte, welches die Herren Yankees über den Grund meiner Reiſe mit mir anſtellten, über mein Ver⸗ mögen, meine Ausſichten, mein Alter, meinen Geburts⸗ ort, woran meine Mutter geſtorben ſey, und ob ich mich nicht ſehr unglücklich fühle in der verworfenen Sklaverei, einer engliſchen Regierung zu gehorchen— ſo entwiſchte ich in die Bibliothek, in ein hübſches, bequem eingerich⸗ tetes, altes Zimmer, von dem ich mit Recht vermu⸗ thete, daß ich es unbeſetzt ſinden würde.

Ich wählte mir einen ſchmucken Quartband mit einigen merkwürdigen, illuminirten Blättern zu meiner Unterhaltung, rückte einen großen, bequemen und ge⸗ räumigen Stuhl in die Vertiefung eines Fenſters und that mir in meiner Einſamkeit gütlich. Während ich gleichgltig die Blätter meines Buches umſchlug oder in Nachdenken verſunken dort ſaß, ſchlich die Zeit dahin, und die große Glocke des Schloſſes ſchlug drei, als im gleichen Augenblick eine Hand leicht auf meine Schulter ſiel; ich kehrte mich um— es war der Abbe.

„Ich habe halb vermuthet, Sie hier zu finden,“ ſprach er.„Störe ich Sie, oder darf ich Ihnen Ge⸗ ſellſchaft leiſten?“

„Ich würde mich überaus glücklich ſchätzen,“ erwie⸗ derte ich,„wenn Sie mir dieſe Gunſt angedeihen ließen.“

„Ich dachte,“ ſprach er, indem er mir gegenüber einen Stuhl rückte—„ich dachte, Sie möchten ſchwer⸗ lich alle Tage Domino ſpielen, oder im Livre des Modes blättern, oder über Weſten ſprechen.“

„Fürwahr, ich hatte kaum eine beſſere Unterhaltung — dieſes alte Buch hier, das ich wegen ſeines Einban⸗ des herabnahm——“

„Ma foi, das iſt ein höchſt intereſſantes; es iſt Guchardi's Geſchichte der Maria von Burgund. Jene ſtattlichen alten Prozeſſionen, jene ehrwuͤrdigen Raths⸗