Teil eines Werkes 
1 bis 5. Bändchen (1846)
Entstehung
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Weſen ihrer Schweſter hatte, aber, um uns e nes Aus⸗ druckes des Abbe zu bedienen,„verdünnt.“

In der Art, wie die Damen die Töchter ich Ober⸗ ſten kritiſirten, lag eine gewiſſe Gereiztheit, die des ſeither oft bemerkt habe bei Damen, die ſelbſt an die Auf⸗ merkſamkeiten der Männer gewöhnt, ohne daß ſie ſich jedoch ungewöhnliche Mühe zu gefallen geben, ſich doppelt ärgern, wenn ſie eine Nebenbuhlerin gewahren, die mehr als gewöhnliche Anſtrengungen macht, um Be⸗ wunderer an ſich zu ziehen. Es geht ihnen ungefähr wie einem Kapitaliſten, wenn ein anderer Millionär Geld zu einem nie drigern Zinsfuß anbietet. Es iſt dieß gleichſam eine Verletzung der conventionellen Eti⸗ kette und kommt nie ohne ſtrenge Rüge davon.

Was mich betrifft, ſo war ich in keinem perſönlichen Gefühle dabei berührt, und ich ſah dem Spiele aller Parteien mit vielem Ergötzen zu.

„Wo iſt heute der Graf D'Espagne, fragte die Ba⸗ ronne den Abbe—„iſt er untreu geworden?“

„Ei bewahre, er hat mit dem Fräulein geſungen, als ich in dem Salon war“

„An dem haben Sie einen furchtbaren Nebenbuhler, Monſieur O'Leary,“ ſagte ſie lächelnd:„er iſt der beſte Fechter und der beſte Schutze in Flandern?“

„Wenn er keine Gelegenheit hat, von ſeinen Waffen Gebrauch zu machen, bis ich ihm eine ſolche gebe,“ ſagte ich,“ ſo iſt es wahrſcheinlich, daß ſie ihm roſtig werden.“

„Alſo bewundern Sie das Fräulein nicht?“ fragte fie.

„Sie iſt wirklich ſehr hübſch,“ erwiederte ich.

„Herz iſt Trumpf,“ unterbrach plötzlich der Abbe, indem er mich unter dem Tiſche mit dem Fuße ſtieß— „ſpielen Sie Herz.“

Hart an meinem Stuhl, und über meine Karten ſich lehnend, ſtand in dieſem Augenblicke Fräulein Laura ſelbſt.

„Sie haben kein Herz,“ ſagte ſie auf Engliſch, und