Teil eines Werkes 
1 bis 5. Bändchen (1846)
Entstehung
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aus dem Konzept gebracht, und ich weiß nicht, was er geſagt oder gethan haben würde, wenn nicht plötzlich der Abbe mit einem Kartenſpiel gekommen wäre und mich zu einer Whiſt⸗Partie eingeladen hätte. Es war ein Augenblick, wo alle in ſolcher Verlegenheit waren, daß ich ſogar zu einem Ekarté eine Einladung ange⸗ nommen hätte, um der ſchwierigen Lage zu entgehen, und ich folgte ihm in ein kleines Boudoir, wo zwei Damen uns erwarteten. Ich hatte kaum Zeit, zu ſehen, daß ſie beide anmuthige Frauenzimmer waren und in jenem Alter ſtanden, wo das ſchöne Geſchlecht, ohne irgend einen Reiz der Jugend zu verlieren, weit mehr geneigt iſt, durch einnehmende Manieren und durch esprit zu gefallen, als durch bloße Schönheit, als wir uns zu unſerm Spiel niederſetzten. Die Baronne de Meer, auf meiner Partie, war die jüngere und hüb⸗ ſchere von den beiden; ſie ſtammte aus einer jener flämiſchen Familien, in welche die ſpaniſche Race den warmen Strom ſüdlichen Blutes ergoſſen, und welchem ſie das dunkle Auge und die olivenfarbige Haut, die anmuthige Geſtalt und den elaſtiſchen Schritt gegeben hatte, die der ſpaniſchen Nation ſo eigenthümlich ſind. „A la bonne heure,“ ſagte ſie lächelnd,„haben wir einen aus den Schlingen der Zauberin errettet?“ „Ja,“ verſetzte der Abbe mit affektirter Ernſthaf⸗ tigkeit,„noch ein Augenblick und er war verloren.“

„Wenn Sie mich meinen,“ ſagte ich lachend,„ſo

verſichere ich Sie, daß ich nicht die geringſte Gefahr lief, denn was auch die Blicke einer jungen Dame be⸗ deuten mögen, ſte ſchien ſehr wenig geneigt, mir einen zweiten zu ſchenken.“

Das Spiel hatte ſeinen Fortgang, begleitet von dem Lauffeuer des Geplauders, woraus ich mir ſo viel zuſam⸗ menleſen konnte, daß Fräulein Laura als eine bewährte Männer⸗Tödterin galt, deren Zauberkräften Keiner ent⸗ ging, außer wenn er, verfolgt von einem ſeltſamen Ver⸗ hängniß, ihre Schweſter Julia vorzog, die ganz das