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loſigkeit eines ächten Müßiggängers zeigte. Auch fühlte ich mich durch ſeine Aufmerkſamkeit gegen mich ge⸗ ſchmeichelt, ſo wie durch ſeine höfliche Einladung, bei Tiſche neben ihm Platz zu nehmen.
Die Unterſcheidungen, auf die ich bereits ange⸗ deutet habe, machten aus der Tiſch⸗Unterhaltung ein Gemiſch von flämmiſcher Geſchichte und Jagd⸗ und Reit⸗ Anekdoten— von Erinnerungen aus den Zeiten Maria Thereſien's— und Erörterungen über Gewicht und Alter— von den Genealogien flämmiſcher Familien und den Stammbäumen engliſcher Race⸗Pferde. Die jungen engliſchen Damen, zwei hübſche, feine Mädchen, deren Benehmen gute Erziehung und guten Ton ver⸗ rieth, ſetzten mich in kein geringes Erſtaunen durch die vertraute Kenntniß, womit ſie über alle Dinge der Rennbahn und des Stalles ſprachen. Ihre Bekannt⸗ ſchaft mit den Einzelheiten der Jagd und des Wett⸗ rennens ſchienen für die ſchnurrbärtigen Grafen und backenbärtigen Barone, welche ihnen zuhörten, den wun⸗ derbarſten Reiz zu bilden. Der Oberſt war ein feiner, mildausſehender, alter Herr, mit weißem Kopfe und rother Naſe, und mit jenem gefälligen Ausdruck, den man an den ſogenannten péres nobles in den Vaude⸗ ville⸗Theatern ſieht; er ſah in der That aus, als ſey er täglich gewohnt, eine liebenswürdige Tochter irgend einem glücklichen, entzückten Liebhaber zu geben, und auf ihre Häupter den Segen des Himmels zu eiflehen. Es lag eine reiche Salbung in ſeiner Stimme, ein faſt unhörbarer Triller, der ihr etwas freundliches und herz⸗ liches verlieh. Sein Händeſchütteln endete er mit einem kleinen Abſchiedsdruck, gleichſam„noch ein Hoch,“ wie man heut zu Tage ſagt, wenn ein mißleiteter Bewun⸗ derer eine Verſammlung zu einem Enthuſiasmus auf⸗ ruft, wovon ſie nichts verſpürt. Die Amerikaner waren — und Eine Beſchreibung kann für beide gelten, ſo gleich waren ſie einander— bleiche, hochbeinige, ſchweig⸗ ſame Männer, mit einer gewiſſen ruhigen Vorſicht in


