Teil eines Werkes 
1 bis 5. Bändchen (1846)
Entstehung
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Partie beſtand aus der alten holländiſchen oder flämi⸗

ſchen Race, ruhige, ſchwerfällige, friedliche Seelen, die nichts Neues wollten und mit dem Alten wohlzufrieden waren; ihre Erinnerungen bezogen ſich auf irgend ein Ereigniß aus der Zeit ihrer Großväter: der andere Theil war der jüngere, der, ſtark mit franzöſtſchen Be⸗ griffen über Kleidung, und mit engliſchen über Reiten, Jagen und Fiſchen getränkt, Newmarket und die Bou⸗ levards des Italiens in das Herz der Ardennen zu verſetzen ſuchte.

Zwiſchen dieſen beiden ſtand als Verbindungsglied eine Art Teufelsbrücke in der Perſon eines kleinen, ge⸗ wandten, olivenfarbigen Mannes von ungefähr vierzig Jahren; ſeine Augen ſchwarz wie Pech, aber von ſanf⸗ tem, mildem Ausdruck, außer in Augenblicken der Auf⸗ regung. wo ſie wie Leuchtwürmer blitzien; ſein einfaches, ſchwarzes Gewand mit dichten, flämiſchen Krauſen; ſeine ſeidenen Beinkleider und Schnallſchuhe hatten etwas geiſtliches an ſich— und ſo war es auch: er war der

Abbe van Praet, der jüngere Sohn einer alten belgi⸗

ſchen Familie, ein Mann von bedeutender Gewandtheit, über die meiſten Gegenſtände wohl unterrichtet— ein Sprachkenner, ein Muſtker, ein Maler von nicht ge⸗ ringen Verdienſten, der ſein Leben in dem kar niente eines Schloſſes zubrachte: bald ſann er eine Luſtpartie aus, bald erfand er ein Matrigal— bald gab er dem Chef Anweiſungen über die Zubereitung einer omelette à la curé. bald ſtahl er ſich leiſe in einen Gang, um ſich das Geheimniß einer ſchönen Dame anvertrauen zu laſſen, denn er war Geheimer⸗Rath in allen Herzens⸗ angelegenheiten; und wenn ihm die Welt nicht unrecht that, ſo führte er zuweilen ſeine eigene Sache, im Fall kein anderer Bewerber da war.

Dieſer Mann mußte mir bald auffallen, namentlich wegen des Taktes, womit er ſeinen Einfluß auf alle Gemüther behauptete, aber nie eine ungebührliche Ver⸗ traulichkeit zuließ, und doch alle Behaglichkeit und Sorg⸗

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