Teil eines Werkes 
1 bis 5. Bändchen (1846)
Entstehung
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ſellſchaft, der in der ganzen Geſchichte etwas anderes ſah, als einen wichtigen Fall der Tabak⸗Schmugglerei, und eine ganz unverantwortliche Handlung von Seite des Pfarrers, der mich befreite. In der That ſchien dieſe letztere Anſicht ſo ſchnell Boden zu gewinnen, doß ich ein Paar mal anfing zu fürchten, ſte möchten mich zurückſchicken und zu einer zweiten Nacht unter freiem Himmel verurtheilen,„bis der Gerechtigkeit Genug⸗ thuung gegeben ſey.“ Ich that doch, ſprach ich bei mir ſelbſt, dem würdigen Maire von Givét ſchändlich Un⸗ recht. Dieſe Leute hier ſind um kein Haar beſſer.

Jeden Augenblick vermehrte ſich die Geſellſchaft um neue Mitglieder, und nun bemerkte ich, daß das Veteranen⸗Bataillon vorausmarſchirt war, da die jün⸗ gern Mitglieder des Haushalts erſt allmälig hereinkamen, als es ſpäter wurde. Unter dieſen waren einige luſtige Franzoſen, die unter den Flämingen ſo leicht zu erkennen waren, als ein Offizier von den„Blauen“ unter der neuen Polizei. Ein deutſcher Baron, ein ächtes Muſter ſeiner Klaſſe— ſett, mit dichten Augenbrauen und mür⸗ riſchem Blick, in Wahrheit aber ein gutherziger, wohl⸗ gebildeter Burſche; zwei Amerikaner; ein englöſcher Oberſt mit ſeinen beiden Töchtern; und ein däniſcher Geſchäftsträger— die geringern Charaktere waren, was man in der Theaterſprache premiers und premierès nennt, junge Leute von beiderlei Geſchlecht, nach der neueſten Mode gekleidet und die Rolle von Liebhabern ſpielend. Die Damen machten ziemlich heitere Geſich⸗ ter, waren alle in voller Toilette und zeigten eine ge⸗ wiſſe Fröhlichkeit und Anmuth, die man auswärts faſt allgemein antrifft; die Herren, ein ſeltſames Gemiſch von Albernheit und Rohheit, halb Friſeurs, halb Helden.

Ehe das Diner angekündigt war, hatte ich Zeit, zu bemerken, daß ſich die Geſellſchaft in zwei verſchie⸗ dene ganz entgegengeſetzte Richtungen theilte— die eine

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