Teil eines Werkes 
1 bis 5. Bändchen (1846)
Entstehung
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Waffen orientaliſchen Urſprungs erkennen konnte, die, wie ich erfuhr, von der Familie den Zeiten der Kreuz⸗ züge zugeſchrieben wurden.

Zwiſchen den Fenſtern war eine Reihe von Schnitz⸗ werk aus Eichenholz aus dem ſiebenzehnten Jahrhundert angebracht, ſchöne Denkmale der Kunſt und bei all ihrer Geziertheit weit ſchönere Gegenſtände zur Aus⸗ ſchmückung eines Zimmers, als die unſer moderner Luxus unter uns eingeführt hat. Japaniſche Vaſen, dunkelblau und grün, waren mit ſeltenen Blumen ge⸗ füllt; hie und da luden kleine Tiſche von koſtbarem Buhl nach den Fenſtervertiefungen ein, wo flaumige Ottomanen, mit flämiſcher Ueppigkeit gepolſtert, zur Ruhe, wo nicht zum Schlafe lockten. Dle Gemälde, auf die ich nur einen vorübergehenden Blick werfen konnte, waren alle von flämiſchen Malern und von jenem Charakter, der ihr Hauptverdienſt, Farben⸗Reichthum, ſo weſentlich vor Augen ſtellt— Gerard Dow und Oſtade, Cuyp, Vander⸗Meer und Terburg; es waren wunder⸗ bare Gruppen von häuslichem Leben, wo die Nation gleichſam in Miniatur vor uns ſteht; Muſter von häus⸗ lichem Stillleben, das ein ganze Jahrhunderte fortge⸗ erbtes Erbgut von Ruhe verräth. In den dunkelbraunen Augen und lieblichen Geſichtern ſieht man ſogleich die Züge, die im Lauf der Jahrhunderte zu ſolcher Voll⸗ kommenheit gebracht wurden; und man erkennt den Ur⸗ ſprung jener kühnen Burgomaſter und trotzigen Burger, die zugleich die ſparſamſten Kaufleute und die ſtolzeſten Fürſten in Europa waren.

Plötzlich als ich beinahe auf den Knien lag, um in Gemälde von Memling zu beſehen, öffnete ſich die Thüre, und herein trippelte leichten Schrittes ein kleiner, ſcharfblickender Mann, gekleidet nach der allerneueſten Pariſermode, in glänzender Weſte und ſchimmerndem Geſchmeide.„Ah, mi Lor O'Leary!“ ſagte er, mit einer Verbeugung auf mich zugleitend.

Lever, O'Learv. I. 19