Teil eines Werkes 
1 bis 5. Bändchen (1846)
Entstehung
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beugend.„Ich war es; und ſehen Sie, wie mein armes Wams gelitten hat!“

„Weiter nichts?“ fragte der andere freundlich lä⸗ chelnd.„Nun, nun, das iſt nicht ſo wichtig. Nehmen Sie dieß da, ſagte er, indem er ihm ſeine Börſe ein⸗ händigte;„kaufen Sie ſich ein neues Wams und kommen Sie morgen um eilf Uhr zu mir.“

Mit dieſen Worten verſchwand der Fremde in einer Kaleſche, die in dieſem Augenblicke ankam; während Franz in einem Zuſtand der Verwunderung über das ganze Abenteuer zurückblieb.

„Wie närriſch, daß er mir nicht ſagte, wo er

wohnt!⸗ ſprach er laut, da die Umſtehenden ſich um ihn

drängten und ihn mit Fragen überſchütteten.

„Ei, es iſt der Herr Miniſter— Herr v. Louvois ſelbſt, dem Sie das Leben gerettet haben. Ihr Glück iſt jetzt für immer gemacht.“

So war es wirklich. Keine drei Monate nach dieſem verhängnißvollen Tage ließ Herr v. Louvois, der in Franz Charakter gewiſſe Züge von Scharfſinn bemerkt hatte, ihn auf ſein Bureau kommen.

„Holbein,“ ſagte er,„ich habe mich in meiner Meinung über Menſchen ſelten getäuſcht— Sie können, denke ich, verſchwiegen ſeyn.“

Franz legte ſeine Hand auf die Bruſt und verbeugte ſich ſchweigend.

„Legen Sie das Gewand an, welches auf dieſem Stuhl liegt; ein Wagen iſt bereit und wartet unten im Hofe— ſteigen Sie ein und reiſen Sie nach Baſel. Bei Ihrer Ankunft, welche— merken Sie wohl— am Donnerſtag Morgen um acht Uhr ſtattfinden wird, ver⸗ laſſen Sie den Wagen und ſchicken ihn in die Stadt; Sie dagegen begeben ſich auf die Rheinbrücke und be⸗ merken alles, was ſich begiebt, und jeden, der vorüber geht mit größter Genauigkeit, bis die Glocke der Ka⸗ thedrale drei ſchlägt. Alsdann wird die Kaleſche für