Teil eines Werkes 
1 bis 5. Bändchen (1846)
Entstehung
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Ausſicht, einen zu gewinnen. Er war ein feiner, hübſcher Jüngling von achtzehn bis zwanzig Jahren mit einem ſcharfen, durchbohrenden Blicke und jenem ſpaniſchen Geſichtsſchnitt, durch den ſich ſo manche holländiſche Familie auszeichnet. Müde und hungrig ſetzte er ſich auf eine der Bänke auf dem Pont de la Cité, und ſah ſich aufmerkſam um, ob nicht ein glücklicher Zufall ihm zu Hülfe kommen würde. Ein lautes Geſchrei und das Geräuſch von Leuten, die nach jeder Richtung flohen, erregte ſeine Neugierde. Er ſprang auf und ſah ver⸗ ſchiedene Perſonen da und dort hinrennen, um einer Kaleſche zu entgehen, welche von ein Paar durchgegan⸗ genen Pferden in ſchrecklicher Eile dahingeriſſen wurde. Franz pries ſich glücklich, warf ſeinen Mantel weg, drückte ſeine Kappe feſt auf ſeine Stirne und ſprang vorwärts. Die erſchreckten Thiere mäßigten ihre Cile, als er vor ihnen ſtand und ſuchten vorbeizukommen; er aber ſprang ihnen entgegen und ergriff mit kräftiger Fauſt den Zaum; aber obgleich er mäͤnnlich anhielt, ſo ſetzten ſie doch ihren Weg fort, trotz aller ſeiner Anſtren⸗ gungen fühlten ſie in ihrer tollen Eile kaum ſein Ge⸗ wicht, und er wurde neben ihnen fortgeſchleppt. Mit einem furchtbaren Aufgebot aller ſeiner Kräfte jedoch riß er den Kopf des Handpferdes von der Deichſel weg, das Thier ſtrauchelte und ſtürzte über Hals und Kopf mit einem ſolchen Schlag zu Boden, daß der arme Franz einige zwanzig Schritte weit fortgeſchleudert wurde. Er ſtand bald wieder auf, und obgleich ſeine Stirne blutete und ſeine Hand arg zerriſſen war, ſo machte ihm doch

den größten Schmerz ſein zerriſſenes Wams, das, ſchon

ſei langem fadenſcheinig, jetzt in Lappen um ihn herum hieng.

„Sie waren es, der ſie aufgehalten hat?— Sind Zie verwundet?“ fragte ein ſchlanker, ſchöner Mann, einfach, aber gut gekleidet, auf deſſen Geſicht die Spuren von Aufregung deutlich zu leſen waren.

„Ja, mein Herr,“ ſagte Franz, ſich reſpektvoll ver⸗