Teil eines Werkes 
1 bis 5. Bändchen (1846)
Entstehung
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Alles nur, damit ſie einigen Andern am Bord als Pferde⸗ kenner erſcheinen mögen, wohl bewandert in Rennbahn⸗ und Stallangelegenheiten.

Wenn das rege Leben des dichtgedrängten Fluſſes vorüber iſt, wie peinlich iſt es alsdann, zum tauſendſten Mal das Geſchwätz über engliſche Sitten, Koſtüme und Verfaſſung zu hören. welches von dieſem oder jenem übel unterrichteten, ungebildeten Kerl irgend eigem begierigen

Deutſchen— ein Franzoſe iſt glücklicher Weiſe zu ſelbſt⸗

genügſam, um darauf Acht zu geben— aufgetiſcht wird.

Der Fremde verſchlingt den bunten Unſinn, welcher je.

nach der politiſchen Richtung ſeines Lehrmeiſters die Na⸗ tion in einem Ueberfluß von Glück oder auf der äußer⸗ ſten Stufe unvermeidlichen Untergangs darſtellt. Ich weiß kaum, was ich am meiſten verabſchene; der unſin⸗ nige Toryismus des Einen iſt nicht weniger empörend, als der tolle Radikalismus des Andern. Die albernen Begriffe, welche von Fremden über uns gehegt werden, rühren in zehn Fällen neun Mal von unſern eigenen

Landsleuten her; daher habe ich immer bemerkt, daß

unter denen, welche einige Wochen in unſerm Lande zu⸗ gebracht haben, ein weit größerer Grad von Unwiſſen⸗ heit über England und die Engländer herrſcht, als un⸗ ter ſolchen, die nie unſer Geſtade beſucht haben. Nach dem Dafürhalten des Erſtern iſt der Themſetunnel unſer Nationalſtolz; rohes Rindfleiſch und Boxen unſere Na⸗ tionalliebhaberei; öffentlicher Weiberverkauf ein National⸗ brauch bei uns.

„Aber was iſt das? unſere Räder gehen zurück. Fehlt etwas, Schiffswirth?“

„Nein, Sir, es kommt nur ein anderer Paſſagier an Bord.“

„Wie ſie ziehen, und wie heftig die See geht. Eine wunderliche Figur das mit den ſtrengen Zügen; was für einen Bart er hat!“

Ich hatte gerade Zeit, dieſe Bemerkung zu machen, als ein ſchlanker, athletiſcher Mann in einen weiten⸗