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bewunderten, freuten ſie ſich des Lobes mit allem Ge⸗ nuß individuellen Beifalls, indem ſie häufig inne hielten, um uns zu verſichern, daß unſer Applaus immer vor⸗ trefflich angebracht ſey, daß wir immer ihre beſten Stellen treffen und daß nie ein Publikum richtiger geurtheilt habe. Stauf war ganz außer ſich in ſeinem Entzücken und ich wurde regelmäßig zwiſchen Lachen und Applau⸗ diren hin und her geſchaukelt.
Mangel an Licht— denn Staufs Kerzen ſchmol⸗ zen bei ſeiner Nachläſſigkeit ſchrecklich zuſammen, nöthigte ſie, dem Stück ein etwas abgebrochenes Ende zu geben; und in der Mitte des zweiten Aktes war die Dunkelheit ſo groß, daß die Frau Berg⸗Bau⸗ und Weg⸗Inſpektor über den Souffleur⸗Kaſten ſiel und den armen Stauf beinahe in den Bauch der Baßgeige geſtoſſen hättte. Dieß war das Finale, und ich hatte kaum Zeit, die Ge⸗ ſellſchaft zu einem Abendeſſen in den Fuchs einzuladen das ſie denn auch freundlich annahmen, als uns Stauf ankündigte, wir müßten bei einem Zoll langen Licht un⸗ ſern Rückzug antreten. Dieß thaten wir und erreichten wohlbehalten den Fuchs ſo daß wir noch die Mahlzeit beſtellen konnten, ehe die Gäſte ihre Schminke abge⸗
3 waſchen und ihren Anzug gewechſelt hatten.
Wenn ich das Glück gehabt habe, elegantere Ge⸗
ſellſchaften beizuwohnen, ſo kann ich doch mit gutem Ge⸗
wiſſen betheuern, daß ich nie einer luſtigeren oder fröh⸗ licheren präſidirt habe, als damals im Fuchs. Die— Catinka ſaß zu meiner Linken, die Frau von Mohren⸗ kopf, die„Mère noble“ der Geſellſchaft, zu meiner Rech⸗ ten, der Herr Direktor ſaß zu unterſt am Tiſche, ihm zu beiden Seiten ein Fagot und ein erſter Liebhaber, während verſchiedene Poſauniſten, Marquis, Aufwärter⸗ innen, Intriguanten und ein Geiſt den Zwiſchenraum einnahmen, nicht zu vergeſſen unſern trefflichen Freund Stauf, der unter allen der glücklichſte zu ſein ſchien. Wir waren im ganzen vierzehn Seelen, obgleich mehr Scharffinn, als ich beſitze, dazu gehört, um heraus zu
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